Hoffen auf niedrigere Wartezeiten Stadt baut die Bürgerbüros aus

Das Angebot der Bürgerbüros wird ausgebaut. Foto: Andreas Gebert/dpa

Im Rathaus wurde jetzt unter anderem der neue Standort am Scheidplatz beschlossen.

 

Das Problem ist lange bekannt. Schon zu Zeiten von KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerl hieß es 2013, die Situation sei "nicht länger zumutbar": Lange Schlangen vor den Bürgerbüros, extrem lange Wartezeiten, Münchner, die abgewiesen werden mussten, wenn sie einen Personalausweis brauchen: All das ist man seit vielen Jahren gewöhnt.

Nun soll sich die Lage entspannen: Das Kreisverwaltungsreferat in der Ruppertstraße sowie die Bürgerbüro-Standorte Orleansplatz und Pasing werden erweitert beziehungsweise personell besser ausgestattet, das neue Bürgerbüro am Scheidplatz soll im Herbst eröffnen.

Das hat der Stadtrat gestern auf Vorschlag von Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) beschlossen. Weitere geeignete Bürgerbüro-Standorte im Nordwesten und Südosten sollen gesucht werden.

Auf einen ebenso beschlossenen Änderungsantrag von SPD und CSU hin werden die Bürgerbüro-Standorte in der Leonrodstraße und der Forstenrieder Allee dauerhaft erhalten.

"In unserer stark wachsenden Stadt brauchen wir leistungsfähige, serviceorientierte und gut erreichbare Bürgerbüros, um das bestmögliche Angebot für alle Münchner zu erreichen", sagte SPD-Stadtrat Christian Vorländer gestern.

"Deshalb hat die SPD-Stadtratsfraktion in einem Änderungsantrag gemeinsam mit der CSU dafür gesorgt, dass nicht nur die Standorte Ruppertstraße, Pasing und Orleansplatz besser ausgestattet sowie ein neues Bürgerbüro am Scheidplatz eröffnet werden, sondern auch die bestehenden Standorte Neuhausen und Forsternrieder Allee dauerhaft erhalten bleiben."

Diese beiden Bürgerbüros hatten ursprünglich geschlossen werden sollen. CSU-Stadträtin Kristina Frank lobte: "Wir setzen uns seit Jahren vehement für den Erhalt des Bürgerbüros in der Leonrodstraße ein. Der Erhalt ist ein großer Erfolg in Sachen Bürgerfreundlichkeit und Dienst am Bürger."

SPD-Mann Vorländer rechnet jetzt mit "niedrigeren Wartezeiten". Die Münchner wird es freuen - wenn sie sich denn tatsächlich nicht mehr in der Früh um 7 anstellen müssen, um einen neuen Wohnsitz anzumelden.

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