Hoeneß: "Heynckes bleibt" Trainerdiskussion beim FC Bayern beendet?

Trainer Jupp Heynckes bekennt sich zum FC Bayern, doch Präsident Uli Hoeneß spricht von „internen Grundsatzdiskussionen”

 

München - Die Bayern haben ihr neues Museum in der Allianz Arena also Erlebniswelt genannt. Zu erleben gibt es beim Triple-Vize dieser Saison auch nach Saisonschluss einiges. Drei Tage lang hatten die Bosse und Coach Jupp Heynckes nach dem tragisch verlorenen Champions-League-Finale gegen Chelsea einen seltsamen verbalen Eiertanz samt recht unglücklichen Formulierungen bezüglich der Zukunft des Trainers hingelegt.

Und so hörte sich das dann an: „Warum sollte Jupp gehen? Er hat Vertrag. Er bleibt auf jeden Fall”, sagte Präsident Uli Hoeneß am Dienstag der „Bild”. Tags darauf meldete sich Heynckes zu Wort. Der Bayern-Trainer hatte selbst die Spekulationen über seinen baldigen Rücktritt am Montag nach dem sinnlosen Kick gegen die Elftal mit einer nebulösen Formulierung angeheizt („Ich habe Vertrag bis 2013. Wenn sich daran etwas ändert, wird das der Verein bekannt geben”). Jetzt ließ er via „Kicker” verlauten: „Ich habe einen Vertrag bis 2013 und weiß überhaupt nicht, wieso darüber diskutiert wird. Ich habe gesagt, dass wir die nächste Saison vorbereiten und da mittendrin sind.”

Sind die Diskussionen damit beendet? Nicht beim FC Bayern. Denn selbst wenn Heynckes seinen Vertrag erfüllt und den Verein noch für ein Jahr beim Wiederaufbau nach der Stunde Null begleiten sollte – so richtig scheinen die Bosse noch nicht zu wissen, wie die Zukunft wieder golden gestaltet werden kann. Hoeneß reagierte bei der Präsentation der Erlebniswelt dünnhäutig auf Fragen nach der Zukunft. „Es ist nicht der richtige Tag, um Grundsatzdiskussionen zu beginnen. Die werden wir im Klub selbst führen. Und wenn wir diese Gespräche abgeschlossen haben, werden wir gerne bereit sein, die Fragen zu beantworten. Ich glaube nicht, dass wir drei Tage nach einem so dramatischen Saisonabschluss jetzt schon einen Ausblick auf die nächsten drei Jahre geben können. Das wäre wohl etwas zu früh.”

National droht Dortmund zu enteilen, international hat das Team bewiesen, dass es zwar gut ist für Sternstunden, aber eben auch dazu neigt, in den entscheidenden Situationen wie im Finale die Nerven zu verlieren. Heynckes hat bereits eine offensive Einkaufspolitik angemahnt. „Du musst Mittelfeldspieler haben, mehr Substanz, mehr Konkurrenz, mehr Klasse”, sagte er.

 

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