Hochkonjunktur am Hügel Jagd auf die Taschendiebe

Am Hügel an der Bavaria haben Taschendiebe Hochkonjunktur Foto: Nina Job

Die Münchner Polizei hat auf die Langfinger ein besonderes Augenmerk geworfen. Unterstützt wird sie dabei von Kollegen aus Berlin, Frankfurt und sogar aus dem Ausland – mit Erfolg

Theresienwiese - Im Getümmel und wenn schon die ein oder andere Maß zu viel getrunken wurde, haben Diebe auf dem Oktoberfest oft leichtes Spiel. Aber die Polizei setzt mit internationaler Unterstützung alles dran, es den Tätern möglichst schwer zu machen. Sehr beliebt bei Taschendieben ist der Hügel (auch „Kotzhügel“ genannt) in der Nähe der Bavaria, wo viele ihren Rausch ausschlafen und dabei gar nicht mitbekommen, wenn sie bestohlen werden.

Am Mittwoch gegen 18.50 Uhr schnappten zivile Einsatzkräfte hier zwei junge Männer (26, 28), die einem schlafenden Österreicher ein Smartphone aus der Lederhose gefischt hatten. Im Schottenhamel bewiesen zwei Rumänen (20, 33), dass man nach übermäßigem Alkoholgenuss nur noch bedingt lernfähig ist: Sie versuchten fünf Bedienungen den Geldbeutel zu klauen. Fünf Mal stellten sie fest, dass die Kellner ihre Geldbörsen anketten – die Diebe scheiterten. Zivilfahnder aus Belgien unterbanden weitere Versuche.

Zurück zum Hügel an der Bavaria: Kurz nach Mitternacht fingerte ein 33-jähriger Dieb an einem Münchner (33) herum, der sich dort zum Schlafen niedergelegt hatte. Der 33-Jährige suchte nach Geld und Wertgegenständen. Wieder gingen Taschendiebfahnder dazwischen.

Mit zwei Aufpassern (24, 30), die Schmiere stehen sollten, war eine 19-Jährige ebenfalls am Hügel unterwegs. Sie tastete sich an einen 30-Jährigen heran, der im Gras schlummerte. Taschendiebfahnder aus Berlin stoppten das Trio, nahmen sie mit.

  Und noch einmal halfen Taschendiebfahnder aus Berlin auf dem Oktoberfest mit: Sie schnappten einen 29-Jährigem, der einen 30-jährigen Wiesngast durchsuchte, um ihn zu bestehlen.

Schließlich beobachteten Fahnder aus Frankfurt, wie drei Schüler (17) mit dem Smartphone eines Kaufmanns wegrannten. Der 22-Jährige, der aus der Nähe von Landshut kam, war nicht mehr in der Lage gewesen, ihnen die Uhrzeit zu sagen, wonach sie gefragt hatten und reichte ihnen sein Smartphone zum Nachsehen. Die Burschen rannten mit dem Handy weg – Polizisten aus Frankfurt verfolgten und fassten sie.

 
 

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