Hingucker im FA-Cup Sutton-Keeper Shaw: Wenn der große Hunger kommt...

, aktualisiert am 21.02.2017 - 13:28 Uhr
Wayne Shaw (45) hat seinen Ruf als Publikumsliebling bei Sutton auf die ihm eigene Weise untermauert. Foto: Screenshot BBC

Kult-Keeper Wayne Shaw vom Fünftligisten Sutton United schiebt am Rande des FA-Cups-Spiels gegen den FC Arsenal (0:2) mächtigen Kohldampf. Was dahinter steckt, was die Folgen sein könnten.

 

London - Zum Einsatz kam 150-Kilogramm-Torwart Wayne Shaw nicht, trotzdem war der Ersatzmann des Fünftligisten Sutton United beim FA-Cup-Spiel gegen den FC Arsenal am Montag (0:2) der Hingucker.

In der 82. Minute plagte den Kult-Keeper der Hunger, auf der Ersatzbank futterte er ein Sandwich. Sutton-Teammanager Paul Doswell war hinterher nicht sonderlich begeistert: "it dieser Geschichte ist Wayne weltweit wohl ein Star geworden. Ich denke aber nicht, dass es das beste Licht auf uns geworfen hat."

Womöglich war es aber auch eine PR-Aktion von Shaw. Bei englischen Buchmachern konnten Wetten platziert werden, ob Shaw während des Spiels etwas isst. Die Quoten lagen bei 8:1. Der 45-Jährige hat seinen Ruf als Publikumsliebling bei Sutton damit jedenfalls untermauert.

Aber: Nach seiner Fress-Attacke drohen ihm wegen Wettmanipulation sportrechtliche Konsequenzen: "Roly Poly"-Goalie (kugelrunder Tormann) Shaw stellte aber gleich klar: "Ich selbst habe nicht darauf gesetzt."

Doch nach Informationen des Guardian muss der Torwart-Koloss Konsequenzen befürchten, sobald der englische Fußball-Verband FA Ermittlungen aufnimmt. Sutton-Teammanager Paul Doswell jedenfalls ließ kein gutes Haar an Shaw. "Ich weiß nicht, ob es um eine Wette ging. Es würde mich aber nicht überraschen."

Arsenal verhindert weitere Blamage

Fünf Tage nach der 1:5-Blamage in der Champions League beim FC Bayern verhindert der FC Arsenal einen weiteren Rückschlag im englischen FA-Cup. Ohne den geschonten Nationalspieler Mesut Özil gewannen die Gunners beim Fünftligisten Sutton United 2:0 (1:0), ohne allerdings zu überzeugen.Dennoch kann auch der schwer in die Kritik geratene Arsenal-Teammanager Arsène Wenger durchatmen. Der Außenseiter aus dem Süden Londons hielt vor 5000 Zuschauern auf dem Kunstrasen im ausverkauften Borough Sports Grounds gut mit, war aber letztlich chancenlos.

Der Spanier Lucas Pérez (26.) erzielte die Führung der Gäste, Theo Walcott (55.) sorgte für die Vorentscheidung. Nächster Arsenal-Gegner im ältesten Fußball-Wettbewerb der Welt (seit 1871) ist erneut ein Fünftligist. Lincoln City, das in der Runde der letzten acht bei Arsenal im Emirates Stadion antreten muss, hatte am Samstag mit dem 1:0 bei Premier-League-Aufsteiger FC Burnley gewonnen und war als erster Klub aus einer nichtprofessionellen Liga seit 103 Jahren ins FA-Cup-Viertelfinale eingezogen.

 

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