Herbert Stiglmaier Wein-Kolumne: Alles anders

Herbert Stiglmaier Foto: az

Das Kind hat viele Namen: Natur - …, Orange - .., Amphoren - …, Beton-Ei - …, Sponti - … . Dahinter steht immer das, was es eigentlich ist: Wein.

 

Dahinter steht auch das Bemühen, dieses feine Getränk auf eine andere Art herzustellen. Meistens sind es jüngere Winzer, die diesen Weg gehen: Daniel Sauer aus Escherndorf / Franken zum Beispiel, der seinen Silvaner „Ab Ovo“ im Beton-Ei und nicht, wie der berühmte Vater Rainer, im Stahltank oder im Holzfass ausbaut. Aus Georgien kommt die Amphore und ihr wird der Ursprung jeglichen Wein-Ausbaus zugeschrieben vor abertausenden von Jahren.

Die Weinbau-Studenten der „Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau“ im fränkischen Veitshöchheim experimentieren damit und haben im vergangenen Jahr einen erstaunlichen Tropfen daraus hergestellt. In Österreich machen sich Eduard und Stefanie Tscheppe - Eselböck in ihrem „Gut Oggau“ mit biodynamischer Bewirtschaftung und geringsten Erträgen einen Namen.

Selbstverständlich gehören die Weine, deren Rebsorte hier gar nicht benannt wird, zu den Spontis, also den Weinen, die nicht mit Reinzucht-Hefen, sondern wilden Hefen aus dem Weinberg oder dem Keller vergoren werden. Orange – Weine heißen die weißen Vertreter, weil sie durch längeren Maische-Kontakt ihr strahlendes Gelb verlieren und dunkler werden.

Eine preiswerte Angelegenheit sind diese Kreszenzen selten, wenn sie aus unserer Klima-Zone kommen, weil unsere Winzer sehr viel mehr mit Feuchtigkeit und dem daraus resultierendem Pilz-Wachstum zu kämpfen haben, als die Konkurrenz aus den warmen und windigen Mittelmeer-Ländern.


  


Trinken!

„2012 Classeé Rouge“, Bio - Weingut Mas Catelou /Languedoc /Frankreich, € 11 bei „Walter & Sohn Weinhandlungen“, Karlsburger Straße 63, 81829 München-Trudering, 48058535, www.walterundsohn.de

 

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