Herbert Stiglmaier Offene Keller in München

Herbert Stiglmaier Foto: az

Die versteckten Perlen in der ehemaligen Hauptstadt des Weines

 

Man hält es nicht für möglich in diesem Dunst aus Oktoberfest, Biergärten und Großbrauereien, aber es stimmt: München war und ist die Hauptstadt des Weines. Der Marienplatz war im 12. Jahrhundert der Weinmarkt, noch heute zeugt die Weinstraße davon. Angebaut wurden die Trauben auch – in Sendling zum Beispiel. Soweit die Historie.

In der Gegenwart ist die Sache noch klarer: Laut der „Trinkwein-Bilanz“ des „Deutschen Wein Institutes“ (DWI) in Mainz ist München die Stadt, in der mit Abstand am meisten Wein getrunken wird: Mit einem jährlichen Verbrauch von 40 Litern pro Kopf gegenüber dem deutschen Durchschnitt von 24 Litern sind wir klar vorn.

Schade nur, dass die kleinen Weinhändler und -bars, die hochwertige, handwerklich gemachte Tropfen anbieten und nicht Industrie-Supermarkt-Ware, von hohen Mieten und gesichtslosen Online-Händlern an die Wand gedrückt werden. Deshalb hat Nicola Neumann („Noble Wine“, Landsberger Straße 183, 0177/4900519) jetzt die „1. Münchner Weininseln“ ins Leben gerufen.

An drei aufeinander folgenden Samstagen werden von 12 bis 20 Uhr insgesamt 15 höchst empfehlenswerte Läden, darunter Weinhändler (u. a. „Garibaldi“, „einfach genießen“, „Walter und Benjamin“ und „Tretter am Viktualienmarkt“), Restaurants (u.a. „Italfisch“) und Bars (u. a. „Loreley“) – aufgeteilt in einzelne Stadtviertel unter der Schirmherrschaft des Spitzenkochs Stefan Marquard, Verkostungen wein-technischer und kulinarischer Art zu kleinen Preisen anbieten. Und danach Party („Loreley“). In der deutschen Hauptstadt des Weines, jawoll.


Hingehen! „1. Münchner Weininseln“, jeweils 12 bis 20 Uhr, Samstag, 5.10.: Schlachthof- und Dreimühlenviertel, Samstag, 12.10.: Glockenbachviertel, Samstag, 19.10.: Gärtnerplatzviertel und Altstadt. Programm unter: www.muenchner-weininseln.de

 

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