Herbert Stiglmaier Im Museum

Herbert Stiglmaier Foto: az

Wie die Kunstfreunde einen adäquaten Tropfen zu Feiern und Festen wählen

 

„Vergeblich klopft, wer ohne Wein ist, an der Musen Pforte“, sagte der griechische Philosoph Aristoteles. Man klopfte in der Vergangenheit auch vergeblich an der Pforte der bayerischen Museen, wenn man nach dem rechten Kunstgenuss ein gutes Glas trinken wollte.

Nur zu gescheit, dass sich Dr. Stefan Krimm (Autor der Zeitschrift „Weinwisser“), Ministerialdirigent Toni Schmid vom Kultusministerium und Professor Raimund Wünsche (ehem. Direktor Glyptothek/staatl. Antikensammlung) einig waren, dass es „auf Dauer nicht hinnehmbar sei, dass bei Festen und Feiern im Museumsbereich – gerne mit Blick nach Italien – teilweise Gewächse ausgeschenkt wurden, die den Namen schlicht nicht verdienten“.

Und so trifft sich nun, immer im Mai, eine sieben-köpfige Verkoster-Jury, zu deren Mitgliedern unprätentiöse Wein-Freunde wie der Karikaturist Dieter Hanitzsch, der griechische Wirt Manolis Manussakis (früher „Kalypso“) gehören, wie auch Thomas Gruber, der in seiner Zeit als Intendant den Wein ins Programm des Bayerischen Rundfunks („Weinwunder Deutschland“) gebracht hat.

Nach bis zu 45 Proben stehen die fünf Sieger fest, die in den meisten bayerischen Museen (München: Alte, Neue und Moderne Pinakothek, Neue Sammlung, Museum Brandhorst, Nationalmuseum, Völkerkundemuseum, Staatliche Grafische Sammlung) ausgeschenkt werden. Getreu nach dem Dichter Joachim Ringelnatz: „Die besten Vergrößerungsgläser für die Freuden dieser Welt sind jene, aus den man trinkt.“


Ansehen und trinken! Glyptothek, Königsplatz 1, Di. bis So. 10 – 17 Uhr, „Bayerischer Museumswein“ 0,1l 2,60, 0,2l 4,60 Euro, Flasche 20 Euro. „2011 Escherndorfer Fürstenberg Silvaner Kabinett trocken“, Weingut Rainer Sauer, Escherndorf /Franken

 

 

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