Herbert Stiglmaier Eine Frage der Etiketten

Herbert Stiglmaier Foto: az

Ein kleines Stück Papier, das gern mit Lyrik vollgepackt wird. Was wirklich auf dem Wein stehen muss, weiß unser Experte

 

Es ist das Gesicht des Weines und für viele Kunden der einzig wahre Grund für eine Kauf-Entscheidung: das Etikett auf der Flasche. Es kann durch Schrift und Wein-Namen („Tohuwabohu“) Karrieren beschleunigen (Weingut Markus Schneider / Pfalz) oder durch den gänzlichen Verzicht aufs Vorder-Etikett auffallen (Weingut Karthäuserhof / Mosel).

Auf dem kleinen Stück Papier steht gern viel an Winzer-Lyrik. Was auf dem Etikett eines Qualitätsweins drauf sein muss, das hat der Gesetzgeber festgelegt:

- Die Herkunft (etwa: „Deutscher Qualitätswein“)

- Das bestimmte Anbaugebiet, aus dem der Wein kommt (etwa:“Franken“)

- Die Qualitätsstufe ggf. mit Prädikat („Kabinett“)

- Der Erzeuger bzw. der Abfüller

- Der tatsächliche Alkoholgehalt in Volumenprozent

- Der Flascheninhalt („0,75 l“) - Die amtliche Prüfungsnummer (AP-Nummer)

- Die Angabe „Enthält Sulfite“ wenn mehr als 10mg/l vorhanden sind

- Die Angabe „Enthält Ei ….“, wenn mindestens 25mg/l drin sind. Eiweiß wird manchmal zur Klärung des Weines verwandt

- Wenn es kein Weiß-oder Rotwein ist, auch die Wein-Art („Rose', Weißherbst, Rotling“)

Wunderbarerweise gibt es in Deutschland Winzer, die fantastische Weine machen und deren Etikett seit mehr als 100 Jahren unverändert ist.


Trinken und Ansehen! „2012 Thanisch Riesling trocken“, € 8.50, Weingut Wwe. Dr H.Thanisch, Erben Thanisch, Saarallee 31, 54470 Bernkastel-Kues/Mosel, Tel.: 06531-2282, www.thanisch.com

 

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