Herbert Stiglmaier Ein Wochenende im Epizentrum des Genusses

Herbert Stiglmaier Foto: az

Eine Wochenendtour, die sich lohnt: Im Burgenland entstehen filigrane Weiss- und Rotweine. Und erst das Essen! Ein Tipp von Herbert Stiglmaier.

 

Zugegeben - es ist die längste Wochenendtour, die ich Ihnen im Rahmen meiner kleinen Weinreise-Serie vorschlage, aber sie lohnt sich. Es gibt wohl keine Gegend im deutschsprachigen Wein, die eine solche Vielfalt bietet wie das Burgenland mit seinen 13 840 Hektar Anbaufläche: Am letzten Ausläufer der Alpen, dem Leithagebirge, entstehen filigrane Weiss- und Rotweine aus den Burgunderrebsorten Pinot blanc, Chardonnay und Pinot Noir, am Neusiedlersee weltberühmte edelsüsse Weine aus der unterschätzten Rebsorte "Welschriesling", während Mittel- und Südburgenland mit ihren roten Weinen aus "Blaufränkisch" stilbildend sind.

Und dann erst das Essen: Tomaten, Paprika und selbst Erdbeeren in derartiger Qualität sind in unseren Breitengraden gar nicht bekannt. Erich Stekovics füllt das Glück in Gläser (7132 Frauenkirchen, Schäferhof 13, 0043 676 96 60 705). Das schwarze Mangaliza-Schwein ist noch ein Grund das Burgenland zu besuchen. Im Buschenschank "Gowerlhaus" (7142 Illmitz, Apetlonerstrasse 17, 0043 2175 26 3 77) wird zu den hauseigenen Weinen das weiland fast ausgestorbene, gar nicht magere Mangaliza in jeder Aggregatsform von Schinken bis Grammelschmalz serviert.

Ohne Peppi Lentsch gäbe es all diese Spezialitäten wohl nicht mehr. In seinem "Gasthaus zur Dankbarkeit" (7141 Podersdorf, Hauptstrasse 39, 0043 2177 22 23) brachte er diese kulinarischen Juwelen neben beachtenswerten Weinen aus eigenem Anbau wieder auf die Speisekarte. Wohnen und essen auf demselben Niveau: Im "Gut Purbach" von Max Stiegl (Hauptgasse 64, 7083 Purbach, 0043 2683 56 08 6) unfassbare "Grammelknödel auf Paradeiser-Ingwer-Kraut" verspeisen und dann auf eines der sieben Zimmer (ab 78 Euro).


Trinken! Weiss: "2012 Chardonnay Leithagebirge", 17,30 Euro, Rot: "2011 Pinot Noir Dürr", 35,50 Euro, Weingut Kollwentz, Hauptstrasse 120, A-7051 Grosshöflein, 0043 2682 65 15 80, www.kollwentz.at

 

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