Heimstätte des TSV 1860 Runder Tisch zum Grünwalder Stadion: Die Sorgen der Anwohner

Wie geht's mit dem Grünwalder Stadion weiter? Erste Ansätze sollen bei einem Treffen am Montagabend abgeklopft werden. Foto: imago/osnapix

Zwist ums Grünwalder Stadion: Am Montag kam ein Runder Tisch zusammen, bei dem zwischen Anwohnern aus Giesing, dem TSV 1860 und der Stadt vermittelt werden sollte. "Wir brauchen eine tragfähige Lösung."

München - Immer wieder das Grünwalder Stadion: Clemens Baumgärtner, Bezirksausschuss-Chef von Untergiesing-Harlaching, fordert den TSV 1860 als Nutzer des Grünwalder Stadions, die Stadt als Vermieter und verärgerte Anwohnern zu einem konstruktiven Miteinander auf und lud dazu an diesem Montag zu einem Runden Tisch. "Wir brauchen eine tragfähige Lösung, mit der sich alle Seiten anfreunden können. Es geht nicht darum zu sagen: Das Stadion darf genutzt werden oder nicht", erklärte Baumgärtner der AZ schon im Vorfeld.

Auf der abendlichen Versammlung brachten acht Anwohner abwechselnd ihre Kritikpunkte an und verlasen die Sorgen weiterer, die den Aussagen zufolge teils aus Furcht vor Anfeindungen der Sechzger-Fans nicht gekommen waren.

Auch ein Bayern-Vertreter war am Runden Tisch

Die größten Brennpunkte: Lärm durch Fans, Lautsprecher und Trommler, Wildbiesler und die Parkplatzsituation. "Wir wollen uns nicht hinter der Stadt als Vermieter des Stadions verstecken. Es geht uns auch um ein Miteinander", erklärte 1860-Geschäftsführer Michael Scharold: "Wir wollen mit unseren Heimspielen diese großen und innerstädtischen Veranstaltung haben und wissen, dass sich manches negativ auf Anwohner auswirkt, die nichts mit diesen Veranstaltungen zu tun haben. Daher wollen wir mit allen Beteiligten sprechen und so viel Gutes tun wie möglich. Auch, wenn wir nur Mieter sind." 1860 habe die neuen Lautsprecher - auch ein Kritikpunkt der Anwohner - bereits heruntergeregelt.

Zurek: "Das Problem ist immer der Mensch"

Die Stadt als Vermieter und die Polizei versprachen, sich einzelner Probleme im Rahmen der Möglichkeiten anzunehmen. Sebastian Dremmler vom FC Bayern verwies zwar auf die vergleichsweise geringen Zuschauerzahlen der Auftritte von Bayerns Damenmannschaft, sagte aber wie Scharold den Anwohnern zu, diese künftig schnellstmöglichst über die Terminierung der Spieltage zu informieren.

Beatrix Zurek, Leiterin des Referats für Bildung und Sport, verwies aber auch auf Einzelfälle hinsichtlich der Beachtung von Gesetzen und Vorschriften: "Wir können weitere Toiletten nachrüsten, aber das Problem ist immer der Mensch." Und der wird, vor allem in größeren Fan-Rudeln und in alkoholisiertem Zustand - auch weiterhin für den ein oder anderen Verstoß sorgen.

 

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