"Heilsbringer" ist raus NBA: New York Knicks feuern Phil Jackson

Nimmt Abschied: Phil Jackson. Foto: dpa

Die New York Knicks haben Team-Präsidenten Phil Jackson entlassen. Dies bestätigte die Franchise am Mittwoch. General Manager Steve Mills wird zunächst Jacksons Aufgaben mitübernehmen.

 

New York - Der einstige Hoffnungsträger Phil Jackson und die New York Knicks gehen wieder getrennte Wege.

Wie der Klub aus der Basketball-Profiliga NBA am Mittwoch bekannt gab, wurde die Zusammenarbeit mit dem Präsidenten nach etwas mehr als drei Jahren einvernehmlich beendet. Der Vertrag lief ursprünglich bis 2019. "Nach sorgfältiger Abwägung waren wir uns einig, dass die Knicks einen anderen Weg einschlagen werden", wurde Klubbesitzer James Dolan in einer Mitteilung zitiert.

General Manager Steve Mills wird zunächst alle Geschicke der Franchise leiten und erhält dabei Unterstützung von Tim Leiweke, der schon lange in verschiedenen Funktionen als Berater aktiv war. Dies sei aber nur eine kurzfristige Lösung.

"Phil Jacksons Vermächtnis ist unerreicht. Wir danken ihm." Jackson (71), mit elf Titeln erfolgreichster NBA-Trainer der Geschichte, sollte die Franchise zurück zu altem Glanz führen - der Plan ging gründlich daneben. 2015/16 verpassten die Knicks (32 Siege, 50 Niederlagen) die Play-offs, 2016/17 (31:51) ebenfalls.

"Ich hatte gehofft, einen weiteren NBA-Titel in den Madison Square Garden holen zu können. Ich bin sehr enttäuscht, dass es uns nicht gelungen ist", so Jackson. Zwischen dem Klub und dem Präsidenten soll es zuletzt auch Uneinigkeit wegen Superstar Carmelo Anthony gegeben haben.

Der einstige Headcoach der Chicago Bulls und Los Angeles Lakers wollte den 33-Jährigen loswerden und äußerte sich dazu auch öffentlich. Dolan war offensichtlich anderer Meinung. Jackson hatte die Bulls um NBA-Legende Michael Jordan in den 90er Jahren zu sechs Meisterschaften geführt.

Mit den Lakers triumphierte er von 2000 bis 2010 weitere fünfmal, ehe im März 2014 sein Engagement im Big Apple begann. "Das hier ist der beste Ort, um Basketball zu spielen", sagte Jackson damals nach seiner Verpflichtung beim zweimaligen Champion. Später unterstellte er der Mannschaft eine "Verlierer-Mentalität", jetzt ist er weg.

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