"Harlachinger Jagdschlössl" - Wirtshaus und Speisemeisterei Das Schloss des Südens

 Foto: Gregor Feindt

Nach langer Renovierung hat das „Harlachinger Jagdschlössl“ jetzt auf: Wirt Ricky Steinberg serviert hier mit Kollegen Gerichte von bayerisch bis mediterran

 

Vormittags kam die Lieferung Kies für den Garten, zehn Minuten vor der Feier fuhr der letzte Lkw vom Gelände, das lange Baustelle war und jetzt das neue Prestige-Objekt von Hofbräu: An der Geiselgasteigstraße steht jetzt das "Harlachinger Jagdschlössl", in zartem Gelb, ein Türmchen ragt in den Himmel.

Mühsam hat die Brauerei renoviert und einen Anbau errichtet. Jetzt spielt eine Blaskapelle, ein Rossgespann steht vor der Tür, und die ersten Gäste werden am Eingang mit kleinen Tatarhäppchen begrüßt. Max Greger junior fehlt nicht, Richard Süßmeier und natürlich sind die Eltern des Wirts da: Günter und Margot Steinberg.

Als Ricky Steinberg hörte, dass das Lokal in Harlaching renoviert würde, meldete er Interesse an: „Harlaching ist eine Gegend, wo man was Schönes machen kann“, sagt der Wirt. Nicht allein, schließlich muss er sich um den Hofbräukeller und die Wiesn kümmern. „Ich habe zwei tolle Partner gefunden.“ Joachim Bauer, der in der Küche Gerichte mit Spannbreite von München bis Mailand kreiert, und Peter Beller, der den Service koordiniert.

Das Jadschlössl ist in drei Bereiche gegliedert: Den moderneren Neubau mit mächtigem Holzgebälk und Spielereien wie dem Zapfhahn am Tisch, den urigen Wirtshausbereich im Altbau mit Kreuzgewölbe und Kachelofen und das kleine Jagdstüberl mit schweren Kronleuchtern. Seit 7. Juni ist der Neubau offen. Die Renovierung hat länger gedauert, wahnsinnig marode war das Gebäude. In dem ersten Jagdschlössl war später mal ein Wienerwald, dann fristete ein griechisches Lokal dort sein Dasein.

Die Anwohner sind jetzt neugierig: „Den Satz, den wir bisher am meisten gehört haben, war: Wir wohnen ums Eck und wollten uns das mal anschauen“, sagt Steinberg. Und den Gästen gefällt’s sehr gut, das Essen wird gelobt. Von handgedrehten Parmaschinkenknödeln mit Pesto, Rucola und Kirschtomatensugo (10,80 Euro) über das Gulasch vom Wildschwein in dunklem Weißbier gesimmert, mit gerösteten Breznknödeln (11,80), die bayerische Bouillabaisse (12,50) bis zu Steaks vom Lavasteingrill.

Im idyllischen Wirtsgarten unter den alten Kastanien wird noch lang gefeiert, mit Buffet und Bier – jetzt hat Harlaching sein Jagdschlössl wieder.


 Geiselgasteigstraße 153, Mo. bis Fr. 10 – 24 Uhr, Sa./So. 9 - 24 Uhr, www.harlachinger-jagdschloessl.de, Tel.: 30 90 67 60

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