Happy End für Familienhund Entführter Chester wieder zu Hause!

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Der Weihnachtsgruß der Familie Schumacher an Freunde und Bekannte – gemeinsam mit Chester grüßen (v. l.) Caspar (10), Augusta (6), Moritz (13), Anthonia (10) und Jacob (8). Kurz nach diesem Foto verschwand Chester Foto: ho

Einen Monat lang war Labrador Chester verschwunden. Jetzt hat ihn die Familie im Drogenmilieu gefunden. Wie bei der Suche auch AZ-Leser und eine Hundestaffel geholfen haben...

 

Nymphenburg - Einen Monat lang haben die Schumachers aus Nymphenburg ihren Hund Chester gesucht. Sie haben nicht aufgegeben, Plakate aufgehängt, Flyer verteilt, die Stadt abgesucht und Unterstützung von der ehrenamtlichen Suchhundestaffel K9 bekommen. Jetzt haben sie Chester wieder!

Am 23. Dezember hatte Kinderärztin Nicoline Schumacher Chester vor dem Tengelmann am Romanplatz angebunden. Als sie nach wenigen Minuten wieder kam, war er weg. Eine Katastrophe für die Schumachers, ihre fünf Kinder und die Kinder vom Blindeninstitut, wo Dr. Schumacher arbeitet und Chester oft dabei hatte.

Nach einem AZ-Artikel und Suchplakaten melden sich viele Münchner:

Ein Jogger hat Chester mit einem Paar am Gollierplatz gesehen, andere berichten von Drogenabhängigen, die mit ihm im Westend unterwegs sind. Auch Suchhunde verfolgen Spuren von Chester im Westend, schlagen immer wieder an. Täglich ist die Familie dort, sucht nach dem 23 Monate alten Labrador-Rüden.

Am Sonntag in der Früh ist Herr Schumacher wieder dort, an einer Methadon-Ausgabestelle sieht er plötzlich Chester. Er spricht das Paar mit dem Hund an.

Es sind Drogenabhängige, die ihm unter Tränen sagen, dass sie Chester lieben. Die Frau hatte den Hund am 23. Dezember am Sendlinger Tor für 200 Euro einem Fremden abgekauft. Ein Weihnachtsgeschenk für ihren Freund.

„Er ist in einem unheimlich guten Zustand und wurde lieb behandelt“, sagt Nicoline Schumacher. Ihr Mann glaubt dem Paar, dass sie ihn nicht geklaut haben. Und bringt Chester zurück zu seiner Familie.

„Wir können unser Glück kaum fassen und danken allen, die geholfen haben, dass Chester jetzt wieder zu Hause ist“, sagt Nicoline Schumacher.

 

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