Handwerk aus dem Gefängnis "Haftsache": Bayern startet Online-Shop von und für Knackis

Ein Häftling arbeitet in einer Schreinerei eines Gefängnisses. Ab Februar kann man Produkte in einem eigenen Online-Shop kaufen (kleines Bild). Foto: dpa/AZ-Screenshot

Ab Februar bieten die bayerischen Justizvollzugsanstalten einen neuen Service. Im Online-Shop "Haftsache" können Interessierte Produkte kaufen, die von Häftlingen hergestellt wurden.

 

München - "Haftsache. Einfach eine gute Sache". So beschreibt das bayerische Justizministerium den neuen Online-Shop, der ab dem zweiten Februar starten wird.

Bei dem Shop handelt es sich aber nicht etwa um einen neunen Fan-Artikelhandel des Rappers "Haftbefehl", sondern um ein Resozialisierungs-Projekt des Strafvollzugs. Denn die Produkte von "Haftsache" haben eine besondere Herkunft: Sie werden von Gefangenen in bayerischen Justizvollzugsanstalten gefertigt.

Wichtiger Schritt für Rückkehr in die Gesellschaft

"Berufliche Aus- und Weiterbildung sowie geregelte Arbeit der Gefangenen während der Haft sind zentrale Bausteine für eine erfolgreiche Resozialisierung. Die Gefangenen sind, wenn auch momentan hinter Gittern, Teil unserer Gesellschaft – in die sie früher oder später wieder zurückkehren werden", so das Ministerium.

Durch die Arbeit im Gefägnis werden sie darauf vorbereitet, mit "Haftsache" kommt nun ein weiterer Baustein hinzu.

Im Eröffnungssortiment werden Möbelstücke, Wohnaccesoires, Leder- und Metallwaren und Holzspielzeug zu finden sein. Alles hergestellt in Handarbeit von über 70 Gefangenen. Unterstützt werden die Insassen von Studenten am Lehrstuhl für Industrial Design der Technischen Universität München, die die Produktideen entwickelt haben.

 

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