Handball-Bundesliga THW Kiel holt sich 19. Meistertitel

Herzschlagfinale in der Handball-Bundesliga: Die Rhein-Neckar Löwen waren kurz vor dem Gewinn des Titels, doch der THW Kiel sicherte sich mit einem Kantersieg im letzten Spiel der Saison Platz eins.

 

Leipzig  – Der THW Kiel ist zum 19. Mal deutscher Handball-Meister. Im spannendsten Finale der Bundesliga-Geschichte deklassierten die Kieler am Samstag Pokalsieger Füchse Berlin mit 37:23 (17:8) und machten damit in letzter Sekunde den Traum der Rhein-Neckar Löwen vom ersten Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte zunichte. Zwar gewannen die als Tabellenführer mit einem Mini-Vorsprung von sieben Toren ins Fernduell gegangenen Mannheimer beim VfL Gummersbach mit 40:35 (21:19).

Aber in der Endabrechnung gaben bei Punktgleichheit zwei mehr erzielte Treffer den Ausschlag zugunsten des Rekordmeisters aus Kiel. „So was habe ich noch nicht erlebt. Wahnsinn“, sagte Kiels Meistertrainer Alfred Gislason bei Sport1. Die Löwen konnten es hingegen nicht fassen. „Ich bin total leer und am Boden zerstört“, sagte der überragende Linksaußen Uwe Gensheimer. Damit spielen Kiel und die Löwen in der kommenden Saison in der Champions League.

Den Qualifikationsplatz für die Königsklasse sicherte sich die SG Flensburg-Handewitt als Dritter. Als Tabellen-Vierter spielt der noch um die Lizenz kämpfende HSV Hamburg ebenso wie der Fünfte Berlin in der neuen Saison im Europapokal. Sollte Hamburg keine Lizenz bekommen, würde MT Melsungen (6. Platz) international nachrücken.

 

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