Halbfinale in der BBL FC Bayern gegen Bamberg: Ach, du dickes B!

Große Erleichterung bei Anton Gavel (l.) und Maxi Kleber: Der FC Bayern gewinnt bei Alba Berlin mit 87:82 und steht im Halbfinale. Foto: dpa

Nach dem Sieg im Viertelfinale gegen Alba Berlin wartet mit Meister Bamberg ein ganz schwerer Gegner auf Bayerns Basketballer. "Wir haben die Möglichkeit, etwas gutzumachen", sagt Gewchäftsführer Marko Pesic.

 

München - Die Mannschaft ließ den erfolgreichen Abend mit einem Dinner im Regent-Hotel in Berlin-Mitte ausklingen, Präsident Uli Hoeneß gratulierte Basketball-Geschäftsführer Marko Pesic telefonisch zum Halbfinaleinzug. Allzu lange hielten sich die Basketballer des FC Bayern nach dem 87:82 bei Alba Berlin, dem entscheidenden und halbfinalbringenden dritten Sieg in dieser Viertelfinalserie Playoffs, aber nicht mit dem Feiern auf. Um 13 Uhr ging es am Mittwoch mit dem Flieger zurück nach München, spätestens mit der Ankunft in der Heimat sollte der Fokus bereits auf das anstehende Halbfinale gelegt werden.

Denn dort wartet nach dem ersten B, Alba Berlin, das zweite, noch weitaus dickere B auf den FC Bayern: Brose Bamberg. Der amtierende Meister hat seine Viertelfinal-Serie mit 3:1 gegen die Telekom Baskets Bonn gewonnen. Bereits am Sonntag um 15 Uhr in Bamberg geht’s los, am Donnerstag, 25. Mai, findet die zweite Begegnung um 17.30 Uhr im Audi Dome statt.

Keine guten Erinnerungen an Bamberg

An die letzten Playoff-Duelle gegen die Oberfranken dürften die Bayernfans keine guten Erinnerungen haben: Vor zwei Jahren verloren die Münchner das Finale gegen Brose denkbar knapp mit 2:3, vergangene Saison setzte sich Bamberg mit einem Sweep, einem 3:0, im Halbfinale gegen die Bayern durch. "Vielleicht ist das eine Art Motivation für uns. Wir haben uns damals miserabel gefühlt. Und jetzt haben wir die Möglichkeit, etwas gutzumachen", erklärte Geschäftsführer Marko Pesic der AZ. Selbstvertrauen haben die Bayern nach der schweren Serie gegen Alba bereits getankt: "Bamberg ist der Champion, aber wir haben auch gegen sie unsere Chancen. Wir werden alles geben", sagt Reggie Redding.

Es ist eine spannende Serie zu erwarten, in der Hauptrunde haben beide Teams jeweils ihre Heimspiele gewonnen. Den Einzug unter die besten Vier mussten sich die Bayern zuvor hart erkämpfen: Erst kurz vor Schluss entschieden sie das vierte Duell gegen Alba Berlin am Dienstag mit 87:82 und damit auch die Viertelfinalserie mit 3:1 für sich; Redding gelang dabei 16 Sekunden vor Schluss der vorentscheidende Korb.

Anfangs fanden die Münchner schwer in die Partie: "Unsere Großen hatten heute früh Foulprobleme. Wir müssen lernen, uns auf die Umstände einzustellen, aber einigen Spielern fehlt hier noch die Erfahrung", so Coach Sasa Djordjevic. Insgesamt 14 Freiwürfe gab es im ersten Viertel, die beiden Rivalen schenkten sich von Beginn an nichts. Vor allem bei den Bayern war der Druck zu spüren. Lediglich sechs Dreier gelangen den Münchnern bei einer Trefferquote von 24 Prozent. So hielten sie Berlin lange im Spiel, zur Halbzeit stand es 43:43.

Fünf Minuten vor Schluss zündete Bayern den Turbo

Sinnbildlich für das angespannte Nervenkostüm der Bayern war Nick Johnson: Der US-Amerikaner bekam im dritten Viertel sieben Sekunden vor Schluss in der eigenen Hälfte den Ball und warf völlig überhastet weit neben den Korb. Diesen Aussetzer nutzte Alba und ging durch einen schnellen Gegenangriff mit 64:61 in das entscheidende Viertel. Fünf Minuten vor Schluss zündete Bayern dann in Person von Vladimir Lucic und Nihad Djedovic den Turbo. Die beiden waren mit 19 Punkten die Topscorer.

"Es war eine Schlacht mit ständigen Führungswechseln. Zum Glück haben wir einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen", analysierte Redding nach dem Spiel. Das klare Signal der Bayern: Wir können es auch auswärts! Genau das gilt es nun gegen Bamberg zu beweisen. Wenn es nach Pesic geht, am besten gleich am Sonntag: "Es ist logisch, dass wir einmal auswärts in Bamberg gewinnen müssen. Der Start in eine Playoff-Serie ist immer besonders wichtig".

Coach Djordjevic blickt dem Duell gewohnt zurückhaltend entgegen: "Jetzt werden wir uns erholen, ruhig und auf dem Boden bleiben – und weiter spielen."

Lesen Sie auch: BBL: Ulm zittert - Bayern, Bamberg und Oldenburg im Halbfinale

 

0 Kommentare