Halbfinale im DFB-Pokal Finale! Dortmund besiegt Wolfsburg

Beim 2:0-Pokalsieg gegen Wolfsburg trifft Bald-Bayer Lewandowski zum 100. Mal im Trikot des BVB. Die Dortmunder ziehen ohne Gegentor ins Finale ein, haben aber auch das Quäntchen Glück.

 

Dortmund - Der Bayern-Bezwinger hat schon mal vorgelegt: Nur drei Tage nach dem 3:0-Auswärtssieg beim künftigen deutschen Meister hat Borussia Dortmund mit einem 2:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg das DFB-Pokalfinale erreicht.

Zur Neuauflage des Vorjahresendspiels von Berlin fehlt im anderen Halbfinale nun nur noch ein Heimsieg des FC Bayern gegen den 1. FC Kaiserslautern am heutigen Abend (Anstoß 20.30 Uhr).

BVB-Verteidiger Mats Hummels wird wohl nicht zu den Zuschauern gehören: „Ich wollte mir eigentlich das spanische Pokalfinale anschauen. Aber ich rechne eher mit Bayern als mit Kaiserslautern.“

Die Dortmunder Arena präsentierte sich schon vor dem Anpfiff in Festtags-Stimmung. Die Nachricht von Stadionsprecher Norbert Dickel zur Vertragsverlängerung des dauerverletzten Ilkay Gündogan bis 2016 sorgte für den ersten Jubel der BVB-Fans. Der bisherige Vertrag des 23-Jährigen war bis 2015 gültig.

Das Pokalhalbfinale verfolgte Gündogan von der Tribüne aus, und er musste nur zwölf Minuten warten, bis ihn seine Kollegen zum Strahlen brachten: Henrich Mchitarjan, gegen Real Madrid noch als verhinderter Torschütze unterwegs, traf per Flachschuss von der Strafraumgrenze aus zum 1:0.

Wolfsburg versteckte sich wie beim Bundesliga-Gastspiel zehn Tage zuvor (1:2) keineswegs in der Defensive, ließ aber im Angriff die letzte Konsequenz vermissen. Die größte Möglichkeit besaß Kevin de Bruyne, der jedoch an BVB-Keeper Roman Weidenfeller scheiterte (21.).

Der Führungstreffer spielte den Borussen nach den zuletzt kraftraubenden Auftritten in die Karten. Mit ihrem schnellen Umschaltspiel sorgten sie bei Ballgewinnen in der eigenen Hälfte mit ihren Kontern stets für Torgefahr.

Auf der Gegenseite hatte Junior Malanda mit einem Kopfball an den Pfosten die große Chance zum Ausgleich (42.). Fast im Gegenzug traf Robert Lewandowski auf Vorlage von Marco Reus zum 2:0.

Der Nationalstürmer war somit an 12 der 13 letzten Pflichtspieltore des BVB beteiligt: Acht schoss er selbst, vier legte er vor. Trainer Jürgen Klopp: „Er spielt seit fünf Wochen auf einem unglaublichen Niveau.“

Für den Bald-Bayern Lewandowski war es der 100. Treffer im BVB-Trikot, und sein künftiger Klub wird alles dafür tun, dass beim Pokalfinale am 17.<TH>Mai keines mehr dazu kommt.
Minutenlang ließen sich die Borussen danach im Finale-T-Shirt feiern.

„Trotz des 2:0 war das komplett eng. Wir hatten Glück, dass Wolfsburg ohne Tor rausgeht“, sagte Abwehrchef Hummels und freute sich über bisherige Pokalrunde ohne Gegentor.

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, meinte Kapitän Sebastian Kehl bei. Und Klopp ergänzte: „Das war auf der letzten Felge ins Finale, aber auch der Lohn für die Anstrengungen der letzten Wochen.“

 

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