Hachings Volleyballer Max Günthör will ins Ausland: Der Käpt'n geht

Ausgeschmettert: Max Günthör verlässt Hachings Volleyballer. Foto: sampics/Augenklick

Max Günthör verlässt nach vier Jahren Haching. Ihn zieht es ins Ausland. Coach Mihai Paduretu sucht nun in Kalifornien nach neuen Spielern für den deutschen Volleyball-Vizemeister

 

UNTERHACHING Zwei Wochen hatte Mihai Paduretu eigentlich Pause machen wollen vom Volleyball. Nach der dramatischen Niederlage in der Finalserie um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft gegen Berlin war der Coach von Generali Haching in seine rumänische Heimat gereist. Abschalten, Frust verarbeiten. Das war der Plan.

Doch bereits nach einer Woche beschäftigt sich Paduretu schon wieder komplett mit seinen Hachingern. Seit Montag weiß er endgültig, dass er sich einen neuen Kapitän suchen muss. Max Günthör hat beschlossen, den Verein nach vier Jahren zu verlassen. Günthör, der sich gemeinsam mit seinen Noch-Kollegen Christian Dünnes und Denis Kaliberda mit der Nationalmannschaft derzeit auf die Europameisterschaft vorbereitet und am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag drei Test-Länderspiele gegen Slowenien absolviert, sucht eine neue Herausforderung im Ausland.

Im Sommer wird Günthör noch seine Bachelor-Arbeit an der Hochschule für angewandte Wisschenschaft in München abgeben, wo er „Produktion und Automatisierung” studiert hat, danach wird er seine Zelte in Oberbayern abbrechen. „Max hat sein Studium beendet und möchte nun im Ausland spielen und dort Erfahrungen sammeln. Er ist ein sehr guter Spieler, nicht umsonst hat er über 100 Länderspiele absolviert. Es wird schwer, ihn zu ersetzen”, sagte Paduretu,
Der Kapitän geht vom Bord – und mit ihm wohl weitere Leistungsträger wie Kaliberda. Doch Paduretu bastelt schon am neuen Haching. So soll der Vertrag mit dem Israeli Alexander Shafranovic verlängert werden. Ein für letztes Wochenende geplantes Treffen zwischen Paduretu und Shafranovic’ Berater musste allerdings verschoben worden. Dem Berater war am Belgrader Flughafen der Aktenkoffer samt Pass und Laptop geklaut worden.

Am Dienstag brach Paduretu dann zu einem neuntägigen Kalifornien-Trip auf. „Ich schaue mir die Halbfinals und das Finale der Universitäts-Meisterschaften und das Olympische Qualifikationsturnier mit den USA, Kanada, Mexiko, Kuba, Trinidad-Tobago und der Dominikanischen Republik an. Vielleicht finde ich da ja einen Spieler für Unterhaching”, sagte er der AZ.

 

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