Hachinger-Bach-Straße Griechische Schule: Stadt und Griechen schließen Vergleich

Griechische Würdenträger bei der Grundsteinlegung im Januar dieses Jahres. Foto: Gabriele Mühlthaler

Stadt und Griechen haben einen Vergleich geschlossen, nach dem das Areal in Berg am Laim an München zurückfällt, wenn das Gebäude am 30. Juni 2017 nicht bezugsfertig ist.

 

Berg am Laim - Am 30. Juni 2017 muss die Griechische Schule an der Hachinger-Bach-Straße 19 bezugsfertig sei, sonst fällt das 15 000 Quadratmeter-Areal samt Bau zum Verkehrswert an die Landeshauptstadt zurück. Darauf haben sich Griechenland und die Stadt in einem Vergleich geeinigt.

Wie berichtet, dümpelt das 26-Millionen-Euro-Projekt „Griechische Schule“ seit über einem Jahrzehnt dahin. Die Stadt hatte den Griechen das Areal 2001 sehr günstig überlassen mit der Verpflichtung, dort bis Sommer 2012 eine Schule zu bauen. Bewegung in die Sache kam aber erst, als München Ende 2013 Griechenland auf Rückgabe des Grundstücks verklagte.

Im Januar 2015 wurde der Grundstein gelegt, inzwischen ist der Kellerrohbau fertig. Ende April hatte das Landgericht München den Kontrahenten geraten, sich gütlich zu einigen, und gab zu verstehen, dass die Stadt bessere Chancen im Rechtsstreit habe.

Nun segnete der Kommunalausschuss den Vergleich zwischen Stadt und Griechen ab, in dem nun klare Fristen festgezurrt sind: Rohbaufertigstellung Dezember 2015, Fertigstellung des Innenausbaus Ende 2016.

Maximal sechs Monate darf hier überzogen werden, bezugsfertig muss die Schule definitiv am 30. Juni 2017 sein. Die Griechen haben auch unterschrieben, dass Sachverständige den Baufortschritt begutachten dürfen. „Die Griechen könnten ja sagen, sie sind jetzt fertig und de facto ist es nicht so. Dann bekommen die Gutachter Zugang und prüfen“, sagt Bernd Plank vom Kommunalreferat. Dass die Griechen sich auf den Vergleich eingelassen haben, sieht er als Erfolg.

„Wir hatten den Stadtratsauftrag, das Grundstück zurückzuholen. Wir gehen zwar davon aus, dass die Griechen den Bau vollenden wollen, doch sollte das nicht der Fall sein, geht die Rückübertragung weit schneller, als auf dem langfristigen Klageweg. Es gibt jetzt eine feste Frist!“ so Plank. Ob das klamme Griechenland das nötige Geld aufbringen könne, wisse man nicht, er gehe aber davon aus.

 

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