Haching-Trainer nach Pokal-Sieg Claus Schromm: "Ein Derby wäre natürlich super!"

Haching-Trainer Claus Schromm feiert den 3:0-Sieg seiner Mannschaft gegen RB Leipzig im DFB-Pokal. Foto: Rauchensteiner, Augenklick

Ingolstadt in der 1. Runde, Leipzig in der 2. Runde: Die Spielvereinigung Unterhaching gehört zu den großen Überraschungen der diesjährigen DFB-Pokalsaison. Die AZ hat mit Trainer Claus Schromm gesprochen.

 

München - Wahnsinn diese Spielvereinigung: Nach Bundesligist FC Ingolstadt hat der Viertligist nun auch RB Leipzig im DFB-Pokal ausgeschaltet. Zum ersten Mal seit der Saison 2006/2007 haben die Unterhachinger damit wieder das Achtelfinale im Pokal erreicht.

Am Tag nach dem sensationellen 3:0-Erfolg gegen die Millionentruppe aus Leipzig hat die Abendzeitung mit Haching-Trainer Claus Schromm über den Erfolg im Pokal und den Wunschgegner für die nächste Runde gesprochen.

AZ: Ist es nach dem Pokalsieg eine lange Nacht geworden Herr Schromm?

Schromm: Ich glaube ich kann sagen, dass alle (Spieler, Trainer, Präsidium) gestern nach dem Pokalsieg ausgiebig gefeiert haben. Nach so einem Spiel haben es sich alle aber auch mehr als verdient gehabt.

AZ: Beim 2:0 haben sie, anders als die meisten Hachinger im Stadion, nicht gefeiert. Sie wirkten fast etwas geschockt auf ihrem Stuhl. Was war da los?

Schromm: Man muss dabei vielleicht auch anmerken, dass ich dafür beim 1:0 gejubelt habe und beim 3:0 vor Freude auf meinen Assistenten gesprungen bin. Beim Treffer zum 2:0 war ich gefasst, weil ich zu dem Zeitpunkt gemerkt habe, dass jetzt wirklich die Chance besteht, eine Runde weiter zu kommen.

AZ: Speziell Markus Einsiedler scheint der Pokalwettbewerb zu gefallen. Er hat bereits drei Tore erzielt - genauso viele wie in der Liga.

Schromm: Ich glaube, die Jungs sind im Pokal einfach besonders motiviert. Dadurch schaffen sie es, wenn wir im Pokal gegen die Favoriten spielen, auf dem Platz ganz besonders abzugehen. Im Fall von Markus liegt es im Pokal auch an unserem Spielstil, der etwas anders als in der Liga ist. Wir suchen dabei viel schneller die Spieleröffnung in die Spitze und versuchen auch beim Pressing schneller zu agieren. Das ist vor allem für Markus und seine Rolle im Team super, wie er erst gegen Ingolstadt und jetzt auch gegen Leipzig gezeigt hat. Er macht nämlich nicht nur seinen Tore, sondern kann auch den Ball halten oder ihn aus der Spitze zu seinen Mitspielern abtropfen lassen.

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AZ: Trotz des Pokalsieges gegen Leipzig musste die Mannschaft heute wieder auf dem Platz ran. Hat man nach so einer Nacht nicht immer noch das Spiel im Kopf?

Schromm: Es wurde schon etwas rumgeflachst auf dem Platz und die Pokalnacht war natürlich das Thema Nummer eins. An so einem Tag ist das aber auch vollkommen in Ordnung. Nach der langen Nacht ging es heute auch primär darum, etwas auszuschwitzen. Ab morgen wird dann wieder ordentlich trainiert und die Vorbereitung für das Regionalligaspiel gegen Buchbach in Angriff genommen.

AZ: Gibt es einen Wunschgegner für das Achtelfinale?

Schromm: Nein, aber natürlich gibt es die üblichen Kandidaten, gegen die man gerne spielen würde. Aber wenn man sich die möglichen Gegner für das Achtelfinale ansieht, fällt einem schon auf, wie viele bayerische Teams noch dabei sind. Da wäre ein Derby natürlich super.

Lesen Sie am Donnerstag in der Abendzeitung das große Interview mit Manfred Schwabl, dem Präsidenten der SpVgg Unterhaching.

 

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