"Hab' da Bock drauf" Sechzigs Mini-Schweinsteiger heißt Moll

Von den Braunschweiger zu den Münchner Löwen: Quirin Moll. Foto: imago/Zink

Löwen-Neuzugang Quirin Moll kickte einst beim FC Bayern – nun will er dem TSV 1860 zu altem Glanz verhelfen. "Ich hab' da Bock drauf", sagt er. Jetzt wohnt er vorübergehend in seinem Kinderzimmer.

 

München - Breitbeinig steht er da im Leiberl des TSV 1860 mit dem Löwen auf der Brust. Die Arme hinter dem Rücken verschränkt. Muskelpakete sichtbar. "Ich mache gerne Kraftsport zum Ausgleich, das liegt mir einfach", sagt Quirin Moll, Kraftpaket und Neulöwe.

Der Wechsel des defensiven Mittelfeldspielers ging am Mittwoch über die Bühne, nun stellte sich der 27-Jährige den Medien vor. Und erweckte zunächst den Eindruck, als hätte er sich in der Straße vertan. "Ich bin bei den Bayern groß geworden, mein erstes Trikot war das Nationalmannschaftstrikot von Basti Schweinsteiger", erklärt der Neulöwe über den Ex-Bayern- Star: "Er war mein Vorbild, wegen seiner Mentalität. Ich hab' mir viel von ihm abgeschaut. Ich spiele auch gerne Fußball, aber es geht nur über die kämpferische Komponente. Es kommt in jeder Liga brutal auf den Willen an, auf das Physische. Dafür stehe ich."

Quirin Moll: Neuer Spitzname für den "Mini-Schweini"?

Werte, die auch Schweinsteiger groß machten. "Und er ist früher ja auch Ski gefahren, wie ich", so der einstige U17-Bayer – die Löwen-Fans dürften dem "Mini-Schweini" eher einen anderen Spitznamen verpassen.

Einer Bayern-Connection haben sich die Sechzger auch im Werben um den Abräumer bedient, der in der letzten Saison mit Eintracht Braunschweig in die Dritte Liga abstürzte: Chefscout Jürgen Jung, früher im Nachwuchsbereich des FCB tätig. "Die Löwen waren die Ersten, die sich nach dem Abstieg gemeldet haben, über Jürgen Jung, den ich noch kenne. Darüber habe ich mich gefreut." Auch die Gespräche mit Trainer Daniel Bierofka "haben mich überzeugt".

Quirin Moll: "Schön, wieder nach Hause zu kommen"

Nun sagt Moll: "Ich freue mich, für so einen Traditionsverein spielen zu dürfen. Das Gesamtpaket, die Herausforderung, und alles was dran hängt, hat mich brutal gereizt. Ich sehe hier bei den Löwen und mit dem ganzen Background ein großes Potenzial. Ich hab' da Bock drauf, bevor ich woanders in der Zweiten Liga spiele. Hier kann man etwas bewegen."

Daher bewegte sich Moll wieder in die Heimat. "Das hat mir gefehlt. Ich war ein paar Jahre außerhalb von München. Schön, jetzt mit der Familie wieder nach Hause zu kommen."

Die Molls kommen aus Dachau, wo der Sohnemann mit Frau Susan und Töchterchen Emma das alte Kinderzimmer vorübergehend bezogen hat ("Wir schauen uns aber schon nach einer Wohnung in München um") und wo Vater Wolfgang Präsident des TSV 1860 Dachau ist: "Wir können gerne mal ein Freundschaftsspiel ausmachen."

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