Gutachten soll klären Prinzessin fährt bei Rot - oder war's die Mutter?

Grauer Schal, grüne Jacke: Prinzessin Bernadette (25) im Münchner Amtsgericht. Foto: Torsten Huber

Prinzessin Bernadette (25) ist ein Wittelsbacher-Spross und hat wohl auch wie ihr Onkel, Ex-Rennfahrer Prinz Poldi, Benzin im Blut. Zumindest wenn man dem Strafbefehl glaubt.

München - Am 24. Februar, gegen 22.11 Uhr, soll die Adelige mit ihrem Mini an der Ludwigsbrücke über eine rote Ampel geflitzt sein. Dabei wurde sie geblitzt. Folge: drei Punkte in Flensburg, ein Monat Fahrverbot und 80 Euro an die Staatskasse. Gegen den Strafbefehl hat Prinzessin Bernadette jetzt mit ihrem Anwalt Klaus Schickler vor dem Münchner Amtsgericht Einspruch eingelegt.

„Ich saß nicht am Steuer“, behauptete die Prinzessin. Als Beweis zog Anwalt Schickler ein Passbild aus seinen Akten und legte es Amtsrichter Werner Wolferstätter zum Vergleich auf den Tisch: „Das ist die Mutter meiner Mandantin. Sie saß am Steuer. Die beiden Bilder sehen sich doch viel ähnlicher.“

Schickler wollte eine Einstellung des Verfahrens, weil seine Mandanten noch nie im Straßenverkehr gegen das Gesetz verstoßen haben. Richter Wolferstätter blieb allerdings hart: „Nach meinem Dafürhalten ist es ihre Mandantin gewesen.“

Aber Schickler und seine Prinzessin hielten an ihrer Version von der Mama am Steuer fest. „Dann lasse ich ein anthropologisches Gutachten erstellen, weil ich der Meinung bin, Sie sind es. Man soll dazu stehen, was man gemacht hat. Ich lasse mich nicht gerne auf den Arm nehmen.“

Sollte die Prinzessin den Prozess verlieren, wird es richtig teuer. Das Gutachten kostet zirka 2000 Euro.

 

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