In einem Antrag an Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter fordert die Stadtratsfraktion der Grünen, dass es auf der Wiesn künftig eine Bar geben soll, an der die Besucher kostenlos Trinkwasser bekommen können.

München - Im Durchschnitt 8,70 Euro – so viel hat ein Liter Tafelwasser heuer auf der Wiesn in den Bierzelten gekostet! Dass die Besucher bei solchen Preisen ungern zur Wasser-Maß greifen ist durchaus nachvollziehbar, doch möglicherweise müssen sich die durstigen Gäste darüber bald keine Gedanken mehr machen.

Die Stadtratsfraktion der Grünen/Rosa Liste fordert nun nämlich in einem Antrag an Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), dass es auf dem Oktoberfest künftig eine Wasserbar geben soll. Die Idee dahinter: An der Bar am Familien-Platzl können sich die Besucher kostenlos ihre eigene Wasserflasche mit Münchner Trinkwasser auffüllen lassen – und das beliebig oft. Wer keine eigene Flasche zur Hand hat, kann für eine Spende von einem Euro auch einen Mehrwegbecher erwerben.

Grüne: Konzept der Wasserbar hat sich bewährt

Eine solche Wasserbar, ins Leben gerufen von den Stadtwerken München (SWM), gibt es bereits bei einigen großen Events in München – unter anderem auf dem Tollwood-Festival und dem Christopher Street Day. "Die Erlöse aus dieser Aktion kommen zu hundert Prozent gemeinnützigen Zwecken zugute. Dieses Konzept hat sich auf dem Tollwood und am CSD bewährt und wird von den Besucherinnen und Besuchern dankend angenommen", führt die Fraktion in ihrem Antrag weiter aus.

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Für die Grünen hätte eine SWM-Wasserbar auf der Wiesn etliche Vorteile. Unter anderem spielt dabei natürlich der Umweltschutz eine große Rolle: "Durch den Wasser-Ausschank in umweltfreundlicheren Mehrwegbechern ist es möglich, den Verbrauch an Plastikflaschen auf der Wiesn deutlich zu senken. Diese werden zudem oft nicht einmal zurück gegeben, sondern achtlos weggeschmissen und landen somit im Müll." Außerdem bezieht sich die Fraktion auf die Bierpreisbremse und die Forderung nach einem kostengünstigen Familiengetränk. Ihrer Meinung nach könnte das Münchner Trinkwasser diese Rolle übernehmen.

Grünen-Stadträtin Lydia Dietrich dazu: "Für die SWM als Tochterunternehmen der Stadt bietet eine solche Wasserbar die Chance, das besonders saubere und vorzügliche Münchner Trinkwasser einem internationalem Publikum zu präsentieren. (...) Zudem wäre die M-Wasserbar gerade für Familien eine Erleichterung, da wegen der verschärften Sicherheitsvorkehrungen keine Rucksäcke mehr auf dem Gelände mitgeführt werden dürfen. Es ist deshalb schwierig Getränke, gerade für Kinder, auf die Wiesn mitzubringen. Die Wasserbar würde dieses Problem lösen und wäre ein Zeugnis für die Familienfreundlichkeit Münchens."

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