Großzügiger Apple-Chef Darum spendet Tim Cook sein ganzes Vermögen

Privat ist Gewinndenken nicht sein Maßstab: Apple-Chef Tim Cook Foto: ddp images

Tim Cook, Steve Jobs' Nachfolger als Apple-Boss, entpuppt sich immer mehr als schillernde Figur. Nun hat der 54-Jährige angekündigt: Er will sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke spenden - es geht dabei um dreistellige Millionenbeträge.

 

Cupertino - Als Chef der Elektronik-Wunderschmiede Apple versetzt Tim Cook (54) nicht nur regelmäßig Nerds und Hipster in Aufregung - er bewegt auch Milliardensummen. Privat ist der Manager aber alles andere als geldfixiert. Cook hat sich zu einem mehr als außergewöhnlichen Schritt entschlossen: Er will sein gesamtes Vermögen für wohltätige Zwecke spenden, wie er nun dem US-Wirtschaftsmagazin "Fortune" verraten hat. Lediglich Geld für das Studium seines zehn Jahre alten Neffen wolle er beiseite legen, sagte Cook.

Das ganze Ausmaß dieser Ankündigung erschließt sich schon bei einem Blick auf Cooks Aktienvermögen: Laut "Fortune" besitzt der studierte Ingenieur und BWLer Apple-Anteile im Wert von umgerechnet 110 Millionen Euro - sowie weitere, nicht frei verkäufliche Aktien mit einem Gegenwert von sage und schreibe gut 610 Millionen Euro.

"Der Kieselstein, der die Welle der Veränderung auslöst"

Cook erzählte dem Magazin, er habe bereits im Stillen begonnen zu spenden. Nun will er aber systematischer vorgehen - und offenbar auch öffentlicher. "Man will der Kieselstein im Teich sein, der die Welle der Veränderung auslöst", erklärte Cook, warum er sich beispielsweise für den Kampf gegen AIDS sowie für Menschenrechte und ein geändertes Einwanderungsrecht in den USA einsetzen will.

Mit seiner Ankündigung baut Cook auch sein Image als ein überraschend schillernder Nachfolger des im Oktober 2011 verstorbenen Apple-Ex-Chefs und -Gründers Steve Jobs aus. Bereits im Oktober hatte sich Cook als homosexuell geoutet. "Lasst es mich deutlich sagen: Ich bin stolz darauf, schwul zu sein. Ich empfinde schwul zu sein als eines der größten Geschenke, die Gott mir gegeben hat", teilte er damals mit.

 

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