Großes Festival-Wochenende Alle Infos und Bilder zu "Rock am Ring" und "Rock im Park"

, aktualisiert am 03.06.2017 - 15:46 Uhr
Terrorwarnung bei "Rock am Ring", Unwettergefahr bei "Rock im Park" - und trotzdem ist die Stimmung gut. Foto: dpa/az

Es ist DAS große Rockfestivalwochenende: Am Samstag begannen die international bekannten Zwillingsfestivals "Rock im Park" und "Rock am Ring". Hier gibt's alle Infos rund um das Festival-Wochenende!

 

Das Festival begann zwar mit einem Terror-Schock in Nürburg (AZ berichtete), doch mittlerweile sind die Fans wieder entspannt - und am Feiern!

Rund 87.000 Fans aus dem In- und Ausland wurden auf dem Festivalgelände am Nürburgring erwartet. Das gleichzeitig stattfindende Festival "Rock im Park" mit dem selben Lineup in Nürnberg ist mit fast 80.000 Besuchern restlos ausverkauft.

Das Festival in Zahlen

Um die 90 Bands sind je für die Festivals eingeplant. Und es ist dafür eine richtige "kleine Welt" entstanden: So gibt es auf dem Zeppelinfeld in Nürnberg einen riesigen Festival-Supermarkt. 320 Duschen stehen den Besuchern zur Verfügung, 600 mobile Toiletten und 130 Toiletten mit Wasserspülung.

Rund ums Festival sind 20 Kilometer Bauzaun aufgestellt, 1.400 Meter Polizeigitter und 1.000 Meter Barrikaden sperren das Gelände ab. Die Hauptbühne ist 51 Meter breit und 19 Meter hoch. Und für alle vier Bühnen wurden an vier Tagen 250 Tonnen Stahl verbaut.

An der Hauptbühne hängen zwei Videoleinwände mit einer Größe von mehr als 53 Quadratmeter. 40 Kilometer Stromkabel wurden verlegt. Hinzu kommen zehn Kilometer für den passenden Sound. Die benötigte Leistung für das Licht beträgt 500.000 Watt.

Rund 1.300 Mitarbeiter sind auf dem Festival für die Sicherheit zuständig. Im vergangenen Jahr waren es noch 1.000. Für die Crew gibt es 3.000 Essen, dazu kommen 1.000 Essen für die Bands sowie drei Tonnen Würfeleis. Die Verpflegung der Gäste ist dieses Jahr durch den Supermarkt garantiert: Auf 1.500 Quadratmetern gibt es mehr als 200 Artikel - vom gekühlten Grillfleisch bis zur Luftmatratze. Und für die Garderoben gibt es 2.000 Handtücher - und 200 Deko-Pflanzen.

Starker Tote-Hosen-Auftritt direkt nach Terror-Alarm

Als es beim Zwillingsfestival in Nürburg zum Terroralarm kam, blieben die Menschen in Nürnberg ruhig. "Die Festivalbesucher haben gut reagiert", sagte eine Polizeisprecherin. Und auch die Musiker ließen sich von der Meldung aus der Eifel nicht aus dem Konzept bringen. "Lasst euch nicht verunsichern, alles ist in Ordnung", rief Tote-Hosen-Sänger Campino den Zuschauern am Ende eines zweistündigen Konzerts in Nürnberg zu. Und die 85.000 Gäste ließen sich nicht verunsichern - Angst wegen einer Terrorgefahr war zu keiner Zeit zu spüren. "Wenn, dann habe ich Angst, dass die Konzerte abgesagt werden - dass etwas passiert, glaube ich nicht", sagte eine junge Besucherin und brachte damit die Meinung vieler auf den Punkt.

Rammstein-Konzert in Nürburg wird nicht nachgeholt

Zeitgleich spielten am Freitagabend die Beginner auf der zweiten Bühne einen Set für die Hip-Hop-Fans auf dem Festival. Einen Höhepunkt setzte in der Nacht die Chemnitzer Band Kraftklub. Die fünf Jungs ließen sich auf der Bühne von rund 60 Tänzerinnen unterstützen und sorgten so für eine beeindruckende Show. Am zweiten Tag von "Rock im Park" standen Konzerte unter anderem von System of a Down, Prophets of Rage sowie Macklemore & Ryan Lewis auf dem Programm. Als weiteres Highlight galt der Auftritt von Rammstein, der für Sonntagabend geplant war.

Jene Fans der Band, die sich bei "Rock am Ring" in Nürburg auf den Rammstein-Auftritt gefreut hatten, werden allerdings ziemlich enttäuscht sein: Die Headliner werden ihren abgesagten Auftritt vom Freitag nicht mehr nachholen. Das gab die Band auf Facebook bekannt. "Wir wissen, dass sich viele Fans auf das Konzert gefreut haben. Auch wir hätten gern gespielt", heißt es. Leider sei es entgegen anders lautender Gerüchte aufgrund der Festival-Abläufe nicht möglich, die Show nachzuholen.

Durchwachsene Wettervorhersage für die Festivals

Mindestens genauso wichtig wie die Bands auf den Festivals ist das Wetter. Man erinnert sich beispielsweise an vergangenen Sommer, als einige Festivals wegen Unwettern unterbrochen oder sogar abgebrochen werden mussten. Für das Wochenende haben wir hier die Wetterlage für euch:

"Rock im Park"

Samstag: Traumwetter - die Sonne strahlt den ganzen Tag und es wird heiß - Temperaturen bis zu 30 Grad bringen die Besucher ins Schwitzen. Nachts kühlt's dann auf rund 20 Grad runter und es ist mit dem ein oder anderen Regenschauer zu rechnen.

Sonntag: Leichter Regen in den Morgenstunden, tagsüber lässt sich aber wieder die Sonne blicken. Die Temperatur klettert dabei auf rund 21 Grad. Nachts ist es wolkig und die Temperatur fällt auf 11 Grad.

"Rock am Ring"

Samstag: Bereits am Vormittag gibt's die erste Unwetterwarnung. Bei Temperaturen um die 20 Grad müssen sich die Festivalbesucher auf Sonne-Wolken Mix und den ein oder anderen Regenschauer bis in die Nacht einstellen.

Sonntag: Der kühlste Tag am Festivalwochenende! Sonne und Wolken wechseln sich den ganzen Tag bei Temperaturen um die 20 Grad ab. Nachts sind es dann nur noch 13 Grad.

Live-Übertragungen für die Fans Zuhause

Tatsächlich gibt es weder Stream, noch TV- oder Radioübertragung von "Rock im Park" in Nürnberg. Aber kein Grund zur Trauer: Beim Festival "Rock am Ring" in der Eifel wird nämlich bei den Übertragungen mit denselben Acts nicht gegeizt:

Die Deutsche Telekom bietet erstmals einen Livestream an, der Auftritte zeigt. Zuschauer können das Geschehen auf dem Festival sogar in einer 360 Grad-Ansicht verfolgen. Der Livestream ist hier zu finden

3sat überträgt am Samstag, 3. Juni, ab 22 Uhr den Auftritt der Toten Hosen. Das Festivalprogramm beginnt aber schon früher: Bereits ab 20:15 Uhr sollen Highlights von weiteren Auftritten gezeigt werden.

Strengere Sicherheitskontrollen und Fast-Lane

Erstmals dürfen in diesem Jahr weder Getränke noch Rucksäcke und Taschen mit auf das Festivalgelände gebracht werden. Der Veranstalter Argo Konzerte hat darauf hingewiesen, dass jeder Besucher vor dem Einlass kontrolliert werde. Die Besucher müssen sich also auf längere Kontrollen einstellen. Erlaubt sind lediglich Bauch- und Gürteltaschen.

Faltbare Trinkflaschen aus Kunststoff bis zu einer Größe von 0,5 Liter dürfen auf das Festivalgelände mitgenommen werden - müssen aber beim Betreten leer sein, denn das Mitnehmen jeglicher Getränke ist auf dem Gelände nicht gestattet.

Es gibt eine sogenannte Fast-Lane an den Eingängen für alle Besucher, die außer ihrer Kleidung, Handy, Schlüssel und Geldbeutel nichts am Körper tragen. So kommen die Rockerfans noch schneller auf das Festivalgelände.

Neben verstärkten Einlasskontrollen gibt es auch Zufahrtskontrollen. Betonpoller und meterhohe Wände sollen verhindern, dass Autos oder Lastwagen unbefugt auf das Gelände fahren können.

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