Gas-Tank drohte zu explodieren Hohenbrunn: Brandstifter nach Feuer in Gewerbegebiet festgenommen

, aktualisiert am 11.02.2019 - 12:40 Uhr
Stundenlang musste die Feuerwehr den Gas-Tank kühlen, um eine Explosion zu verhindern. Foto: Gaulke

In der Nacht auf Sonntag wäre bei einem Feuer im Riemerlinger Gewerbergebiet beinahe ein Gas-Tank explodiert. Jetzt ist klar, dass es Brandstiftung war – ein ehemaliger Mitarbeiter hat gestanden.

Update von 11. Februar 2019

Wie die Polizei einen Tag nach dem gefährlichen Einsatz in Hohenbrunn, bei dem zwei Autos, ein Carport und ein Werkstatt-Container gebrannt haben, mitteilt, wurde das Feuer absichtlich gelegt. Eine Anwohnerin nahe des Einsatzortes hatte gegen 5.50 Uhr einen sichtlich betrunkenen Mann beobachtet, der sich in ihrem Garten zu schaffen machte. Sie verständigte die Polizei, die ihn noch im Garten festnahm. 

Der 51-Jährige gestand, den Brand an seiner ehemaligen Arbeitsstätte gelegt zu haben. Er arbeitet dort seit längerem nicht mehr. Die Beamten nahmen den Brandstifter vorläufig fest, am Montag wird er dem Haftrichter vorgeführt.


Erstmeldung von 10. Februar 2019

Hohenbrunn - Am Sonntag in den frühen Morgenstunden kam es für die Feuerwehren aus Ottobrunn und Hohenbrunn zu einem heiklen Löscheinsatz. Gegen 1.45 Uhr brannte im Riemerlinger Gewerbegebiet ein 20 Meter langer Unterstand mit zwei Fahrzeugen sowie ein Bürocontainer. Dabei drohten die Flammen auf eine angrenzende 3.500 Quadratmeter große Lagerhalle überzugreifen.

Brand drohte auf Lagerhalle überzugreifen

Doch dies war nicht die einzige Sorge der Einsatzkräfte: Durch die Hitzeentwicklung fing ein 7.000-Liter-Flüssiggas-Tank an, eine meterlange Flamme in die Umgebung zu schießen. Es drohte eine Explosion des Gas-Tanks. Während ein Teil der Brandbekämpfer mit den Löscharbeiten des Unterstands und der Verhinderung eines Übergreifens auf die Lagerhalle beschäftigt war, kühlten weitere Feuerwehrleute mit Wasserwerfen und zusätzlichen Rohren den überhitzten Gas-Tank.

Da es nicht gelang, den Absperrschieber des Tanks zu schließen und ein weiteres Ausströmen des Gases zu verhindern, musste der Gasbehälter sechs Stunden lang gekühlt werden, bis der komplette Inhalt kontrolliert abgefackelt war. Wäre der Brand auf dem abgelegenen Areal nicht entdeckt worden, wäre es wahrscheinlich zur Explosion des Gas-Tanks gekommen, was eine Ausbreitung der Flammen auf die Lagerhalle zur Folge gehabt hätte.

 

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