Große Gegendemo am Samstag Pegida marschiert in München - KVR warnt vor Konfliktpotenzial

Münchner demonstrieren gegen einen rechten Aufmarsch. Foto: dpa

Lutz Bachmann und etliche Neonazis ziehen am Samstag durch die Altstadt. Das Bündnis "München ist bunt" und die Sozialgenossenschaft "Bellevue di Monaco" rufen zur Gegendemo auf.

Der Dresdner Pegida-Initiator Lutz Bachmann und der Münchner Anti-Islam-Aktivist Michael Stürzenberger haben sich zusammengetan. Gemeinsam wollen sie die schwächelnde Pegida-Bewegung wiederbeleben. Das rechte Duo hat zu einer Kundgebung am Samstag auf dem Marienplatz aufgerufen. Am Nachmittag wollen sie mit Unterstützern durchs Tal zum Isartor, dem Thomas-Wimmer-Ring, Max-Josef-Straße zurück zum Marienplatz.

Das Bündnis "München ist bunt" und die Sozialgenossenschaft "Bellevue di Monaco" haben zur Gegendemo aufgerufen. Die Teilnehmer treffen sich ab 12 Uhr am Max-Joseph-Platz.

Regida und Gegendemonstranten - Die Lager könnten aufeinandertreffen

Zur Pegida-Demonstration lasse sich deren "Hardcore-Abteilung" in München blicken, prophezeit Till Hofmann, Vorstand von Bellevue. Die Münchner sollen sich als Ärzte verkleiden und so helfen, den rechten Wahn zu kurieren. "Wir lindern die historische Demenz und kurieren dumpfe Gefühle" - und zwar mit "gesundem Menschenverstand", heißt es im Aufruf. "Fürchtet euch nicht. Pegida. Wir helfen euch. Heim", lautet scherzhaft das Motto.

Wie viele Demonstranten unterwegs sein werden, ist unklar. Das Bündnis hat 500 angemeldet, Pegida 250. Auf beiden Seiten dürften es mehr werden.

Am Max-Joseph-Platz werden sich beide Lager ziemlich nahe kommen. In einer internen Einschätzung des KVR ist von erheblichem Konfliktpotenzial die Rede. Auch die Polizei rechnet mit Ärger und will beide Demos mit einem Großaufgebot auf Distanz halten.

 

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