"Größeres Engagement" Heubisch: Stammstrecke und Konzertsaal

"Ich fang’ doch nicht wegen Herrn Ude das Zittern an": Wolfgang Heubisch beim Gespräch in der AZ-Redaktion. Foto: Petra Schramek

"Die anderen schlafen nicht, die Münchner dürfen sich nicht in der Hängematte ausruhen": Der bayerische Wissenschaftsminister Heubisch wirbt für mehr Investitionen

 

München - Der bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) fordert von der Bundesregierung ein größeres finanzielles Engagement beim geplanten Bau einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München. Die Verwirklichung des Vorhabens sei dringend notwendig, sagte Heubisch der Nachrichtenagentur dapd. Vor allem die Pendler aus dem Münchner Umland bräuchten die zweite Stammstrecke.

Heubisch mahnte: „Die Bundesregierung muss erkennen, dass München die wichtigste Wirtschafts- und Wissenschaftsmetropole in Deutschland ist.“ Deshalb seien auch entsprechende Investitionen in der bayerischen Landeshauptstadt notwendig.

Der FDP-Politiker warb ferner für den Bau eines neuen Konzertsaals in München auf der Museums-Insel. Bis Ende November erwarte er das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zu diesem Thema. Heubisch verwies darauf, dass sich München auch als „Musikstadt“ gegenüber der internationalen Konkurrenz behaupten müsse. Darin sei er sich mit Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) einig.

Heubisch warnte zugleich: „Wir Münchner müssen aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr in der Hängematte ausruhen.“ Der bisherige Status sowohl im Bereich von Wirtschaft und Wissenschaft als auch bei der Kunst müsse täglich verteidigt werden – „denn die anderen schlafen nicht“.

Der Minister fügte hinzu: „München ist mir derzeit etwas zu saturiert.“ Ihm gefalle es zwar auch gut in einem Biergarten. Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) zeige aber „viel zu wenig Dynamik“.

 

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