Finale in der DEL Grizzlys Wolfsburg: Der Gegner des EHC im Portrait

Im Halbfinale schaltete Wolfsburg Nürnberg mit 4:2 Siegen aus. Foto: dpa

Wolfsburg steht zum zweiten Mal in Folge im Finale der deutschen Eishockey Liga. Die AZ stellt den Gegner des EHC München vor.

 

München - Sechs Mal in sieben Jahren mindestens im Playoff-Halbfinale, nun schon zum zweiten Mal hintereinander im Endspiel um die deutsche Meisterschaft – es ist bemerkenswert, welche Erfolgsbilanz Trainer Pavel Gross mit den Grizzlys Wolfsburg, dem Finalgegner des EHC Red Bull München, seit Beginn seiner Amtszeit in der Saison 2010/11 vorweisen kann. Und das mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln, denn der 7,2-Millionen-Etat der Wolfsburger – zum Vergleich: der EHC Red Bull hat geschätzt 12,5 Millionen zur Verfügung – liegt im Liga-Mittelfeld.

Das Spiel der Wolfsburger ist wenig spektakulär, aber extrem effektiv: Das Team besticht durch Geschlossenheit, läuferische Klasse, extremes Forechecking und defensive Disziplin. Hartes Körperspiel ist eher nicht die Sache der schlauen Grizzlys.

Die AZ stellt den Finalgegner des EHC vor

Die Schlüsselspieler: Vier Akteure stechen in den Playoffs offensiv hervor: Gerrit Fauser (sieben Tore) und Ex-EHCler Brent Aubin (sechs) sind die besten Playoff-Schützen der DEL, Tyler Haskins und Sebastian Furchner gehören zu den besten Vorlagengebern (je neun). In der Verteidigung überzeugt Jeremy Dehner, 2016 Meister mit dem EHC, mit acht Scorerpunkten.

Der Torhüter: Im Tor steht mit Felix Brückmann (26) der DEL-Shootingstar. Der Ex-Mannheimer blieb in dieser Saison 315 Minuten lang ohne Gegentor – DEL-Rekord! "Felix spielt herausragend. Besser kann man eigentlich nicht spielen", so Manager Charly Fliegauf.

Die Vergangenheit: Wolfsburg spielt seit 2007 durchgehend in der DEL. 2009 waren die Grizzlys Pokalsieger, der Meistertitel fehlt noch.

Das Umfeld: Hauptsponsor Volkswagen hat sein Engagement im Zuge der Abgasaffäre zwar reduziert, unterstützt den Klub aber nach wie vor mit geschätzt 4,5 Millionen Euro im Jahr. Das ist auch nötig, denn Wolfsburg hat seit Jahren den geringsten Zuschauerschnitt in der DEL (Hauptrunde 2016/17: 2688.)

Der Trainer: Der Deutsch-Tscheche Pavel Gross (48) hat zwar nicht die Erfolge wie Münchens Don Jackson vorzuweisen, gilt aber als Taktik-Fuchs. "Gross ist ein echtes Schlitzohr an der Bande", sagt EHC-Kapitän Michael Wolf.

 

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