Griechenland-Krise Hotels haben noch "Lebensmittel für zehn Tage"

Die Krise in Griechenland betrifft mittlerweile auch die Tourismus-Branche. (AZ-Montage) Foto: dpa

Müssen jetzt auch noch die Touristen hungern? Laut einem Bericht des Handelsblattes reichen die Lebensmittelvorräte in vielen griechischen Hotels nur noch für einige Tage.

 

München - Der Geschäftsführer der deutsch-griechischen Handelskammer bewertet das "Nein" der Griechen im Referendum über die EU-Reformen als schlechtes Omen für die Wirtschaft des Landes. Unter anderem die Tourismus-Branche sieht er auf schwierige Zeiten zusteuern.

"Die großen Hotelketten haben vielleicht noch Lebensmittelvorräte für zehn Tage, dann kommen sie in Schwierigkeiten", sagte Athanassios Kelemis in einem Interview mit dem Handelsblatt.

Der Chef der Handelskammer sieht vor allem den Mittelstand in Gefahr. Die mittelständischen Betrieb hätten im Gegensatz zu den großen Unternehmen nicht mehr viele Reserven und würden nicht mehr lange durchhalten: „Ich habe zwar Verständnis, wenn deutsche Partner jetzt sagen: Was ist das für ein Zustand, lasst uns woanders umschauen. Aber gut finde ich das natürlich nicht.“

An den griechischen Geldautomaten werden derzeit die Euro-Scheine knapp, die Europäische Zentralbank drosselt den Nachschub. Unter Zeitdruck muss ein Sondergipfel eine Perspektive für weitere Finanzhilfen für das gebeutelte Land schaffen. Andernfalls könnte Griechenlands Finanzsystem kollabieren.

 

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