Grabungen Schandfleck Marienhof

Buddel-Zone: Hinter dem Rathaus ist der Boden nach wie vor aufgerissen. Eine Spielwiese nur für Archäologen. Foto: Daniel von Loeper

Auch zur Wiesn bleibt das Areal eine Kraterlandschaft. Wie geht es weiter?

 

Touristen aus Rom dürften sich ans Kollosseum erinnert fühlen. Mit dem Unterschied, dass der Prachtbau fehlt und nur kaputte Mauern und Gänge zu sehen sind.

Nachdem die zweite Stammstrecke in der Sackgasse steckt, zweifeln viele Münchner am Sinn der Buddelei, der eine der schönsten Wiesen der Stadt zum Opfer gefallen ist. Bei einem Besichtigungstermin warben Stadt und Deutsche Bahn jetzt für das umstrittene Projekt. Immerhin seien die Grabungen doch eine Schau. „Die Münchner nehmen sie gut an und sind sehr interessiert“, sagt der Grabungsleiter Christian Behrer.

Auf die Frage, was bleibt, wenn der Bau der Stammstrecke mangels Finanzierung durch den Bund nichts wird, meint Bernd Honerkamp von der Bahn: „Wird das Projekt nicht realisiert, werden die Grabungen abgeschlossen, die Löcher verfüllt und das Gelände übergeben. Es bleibt dann der Erkenntniswert.“

Wann es hier wieder ansatzweise so aussehen wird wie vor einem halben Jahr – diese Erkenntnis fehlt allerdings nach wie vor.

 

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