Gourmeats Krokodil mit Stil

Schlichtes Design: Die Welldecke ist vom Vorgänger geblieben. Dort, wo jetzt Blümchen an der Wand sind, soll mal das Grill-Geschehen übertragen werden. Foto: Petra Schramek

In den Lenbachgärten hat ein neues Restaurant eröffnet: Das „Gourmeats“ setzt auf Gegrilltes und Seafood, von regional bis exotisch. Die Preise sind gehoben – wie es der Lage entspricht

 

Eine schöne, wenn auch abends etwas verschlafene Lage, in der vor ein paar Tagen das „Gourmeats“ eröffnet hat. In den Räumen des ehemaligen Qivasou in den Lenbachgärten ist das Restaurant, gegenüber reckt sich St. Bonifaz in die Höhe, neben der Terrasse plätschert idyllisch der Springbrunnen.

„Mittags läuft das Geschäft schon ganz gut“, sagt Chef Christian Hess. Einige Anzugträger aus der Gegend haben ihre Pause schon öfter als einmal im Gourmeats verbracht, die Zwei- bis Drei-Gänge-Menüs zwischen 10 und 18,50 Euro geordert. Abends geht es beschaulicher zu im poshen Teil der Karlstraße, da muss die Kunde von der Neueröffnung noch die Runde machen.

Das mit der Eröffnung kam so: Christian Hess, deutsch-australischer Gastronom, kam nach Food-and-Beverage-Leitung im Grand Plaza in Sidney zurück nach Bayern und brachte seinen deutsch-kroatischen Koch Matej Skracic gleich mit. Hess’ deutsch-russische Freundin Natalja Schäfer kümmert sich um die Leitung des Gourmeats, Skracic kocht mit seinem Sous-Chef José David Conde, halb Spanier, halb Venezueler.

„Wir sind ein internationales Team, und außerdem alle gute Freunde“, sagt Hess. „Sonst wäre das Gourmeats vielleicht nicht zustande gekommen.“ Die gewellte Deckeninstallation ist geblieben, die Einrichtung in schlichten, gedeckten Tönen gehalten, über die Treppen gelangen Gäste zu einem erhöhten Loungebereich, wo sie einen Kaffee oder Aperitif trinken können. Einen absoluten Blickfang hat Hess noch geplant: „Wir wollen das Geschehen auf dem Grill mit einem Beamer an die Wand werfen – dann können die Leute zusehen, wie ihr Essen fertig wird. Das verkürzt die Wartezeit.“

Natürlich gibt es auch Suppen, Salate und Vegetarisches, auf Gegrilltes und auf Seafood haben die Gourmeats aber ihre Prioritäten gelegt. Sei es der Red Snapper auf grünem Spargel mit Süßkartoffeln und Kokosschaum (21,50 Euro) oder die Rinderlende mit Steinpilzkruste in Sherry-Jus mit Rösti (29,50). Auch exotischeres wie Kängurusteak (29,50) oder Krokodilfilet (35) hat das Gourmeats im Angebot.

„Wir achten generell auf gute und regionale Produkte und Lieferanten – nur das bayerische Krokodil ist noch nicht erfunden“, sagt Hess. Man ist eben nicht nur international im Goumeats, man isst auch international. 


Karlstraße 27, Mo. bis Fr. 11 – 23 Uhr, Sa. ab 17 Uhr, www.gourmeats-restaurant.de, Tel.: 72 63 71 66

 

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