Gold-Grund-Aktion Müllerstraße 6: Affenbande gegen Wohnungsnot

Links: Das Haus in der Müllerstraße 6. Die Stadt will es abreißen und neu bauen. Die pfiffigen Aktionisten von Gold Grund haben jetzt in einer Guerilla-Aktion eine Wohnung in dem Haus renoviert. Die Bilder. Foto: Goldgrund

Die bekannte Gruppe "Gold Grund" geht gegen die Wohnungsnot in München vor - mit höchst ungewöhnlichen Methoden und Mehmet Scholl.

 

München - Da sind doch echt die Affen los: Sie fetzen die Treppen hoch - und machen aus einer städtischen Bruchbude eine schmucke kleine Wohnung. Die Stadt will diese aus in der Müllerstraße 6 eigentlich abreißen.

Aber nicht mit Gold Grund: Pfiffige Münchner, die sich dem Abriss- und Luxuswahn in München entgegenstellen. Vor einer Woche warfen sie sich (fürs Foto) in Affenkostüme und legten und fegten los. „Wohnraum muss her – je schneller, desto besser“, gibt der Kopf der Gruppe vor: Till Hoffmann (Lach & Schieß, Lustspielhaus).

Und dann haben sie der Stadt gezeigt, wie man das Haus für billiges Geld sanieren kann. Unterm Dach wohnt ein 21-jähriger Somalier, der wurde für zwei Wochen ausquartiert.

Dann rückten sie alle an: Dieter Hildebrand, Mehmet Scholl, Sportfreunde Stiller, Luise Kinseher, Dieter Hanitzsch, Marucus Rosenmüller, Fiva, Moop Mama und Blumentopf. Ein Nachbar hat fürs halbe Geld einen Parkettboden springen lassen, bei Ikea wurde ein Bett gekauft, im Internet eine Kommode ersteigert, die Küche ist neu, das Bad wurde saniert, die Fenster gestrichen und alles blitzblank geputzt.

„Nach dieser Wohnung würden sich zehntausende Münchner die Finger lecken“, schwärmt Till Hoffmann über diese Herkulesarbeit. Rund 3000 Euro habe das gekostet – ohne die freiwilligen Arbeitsstunden. Ein Fall für Gold Grund.

Das Video von der Gold-Grund-Aktion

 

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