Glaubensgeschichte für Serienjunkies Die Bibel als TV-Epos

Der Portugiese Diogo Morgado spielt in "Die Bibel" Jesus Christus Foto: 20th Century Fox/ Lightworkers Media / Hearst Productions In

Bibelverfilmungen sind fast schon so alt wie die heilige Schrift selber. Im letzten Jahr sorgte eine TV-Serie rund um "das Buch der Bücher" für Quotenrekorde. Nun ist "Die Bibel - Das große TV-Epos" auf Blu-ray erhältlich.

 

München - Im Zuge des US-Serien-Hypes musste 2013 Jahre nach der Geburt Christi auch das "Buch aller Bücher" daran glauben - "Die Bibel - Das große TV-Epos". In insgesamt zehn Episoden adaptiert die Serie im Schnelldurchlauf die mehr oder weniger bekannten Geschichten - von Genesis bis Offenbarung, von Noahs Arche bis zur Geburt, Kreuzigung und Wiederauferstehung von Jesus.

Allen Unkenrufen zum Trotz hat die Serie dem US-Sender "History" im letzten Jahr Quotenrekorde beschert: 13 Millionen Menschen schalteten im bibelfesten Amerika bei der Erstausstrahlung ein. In Deutschland lief die Serie in diesem Jahr pünktlich zu Ostern auf VOX, und auch hierzulande waren die Quoten fast himmlisch. Seit 17. Oktober ist "Die Bibel - Das große TV-Epos" nun auf Blu-ray erhältlich.

Verantwortlich für die Serie sind TV-Erfolgsproduzent und Emmy-Preisträger Mark Burnett und seine Frau Roma Downey - die spielt passenderweise gleich selbst die Jungfrau Maria an der Seite von Diogo Morgado in der Rolle des Jesus von Nazaret. "Ein historisches Fernsehereignis für die ganze Familie", verspricht der Pressetext, wobei das nur dann gilt, wenn alle vor dem Fernseher versammelten Familienmitglieder mindestens 12 Jahre alt sind. Zwar ist die Serie nicht ganz so blutig wie die "Vorlage", doch auch hier wird fleißig gemeuchelt.

Man wolle den "Geist des Buchs wiedergeben" heißt es im Vorspann. Das ist dann doch etwas zu viel versprochen, denn ob es Sinn und Zweck der heiligen Schrift ist, die Leute mit einem Schnellabriss der christlichen Glaubensgeschichte zu unterhalten, darf bezweifelt werden. Hat man aber mit der emotionalen und effekthascherischen Darstellung (Soundtrack: Hans Zimmer) kein Problem und sieht den Stoff als eine Art historische Seifenoper, kann man sich neun Stunden lang passabel unterhalten lassen.

Über ein halbes Jahr wurde mit größtenteils unbekanntem Cast in Marokko gedreht. Die Schlüsselszenen, etwa der Kampf David gegen Goliath werden zwar schnell abgehandelt, sind aber trotzdem auf gutem Niveau inszeniert. Damit man trotz der straffen Erzählung nicht den Überblick verliert, knüpft eine Stimme aus dem Off die entsprechenden Zusammenhänge.

Im Zuge der erfolgreichen TV-Ausstrahlung wurde vom größtenteils gleichen Team auch ein Kinofilm produziert. Anfang 2014 startete "Son of God", ebenfalls mit dem Portugiesen Morgado in der Hauptrolle, in den USA. Wann und ob der Film in Deutschland in die Kinos kommt, ist noch nicht bekannt.

 

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