Giesinger Rechenspiele Saisonendspurt: Für den TSV 1860 geht es jetzt noch um einiges

Rechnerisch ist der Aufstieg für den TSV 1860 noch drin. Reicht es auch sportlich? Löwen-Trainer Michael Köllner. Foto: imago images / Jacob Schröter

Für die Löwen ist vor den letzten beiden Spielen noch fast alles drin: "Vielleicht erleben wir ein Wunder", schreibt Investor Ismaik. Die AZ erklärt, was es für den Aufstieg bräuchte – oder für den DFB-Pokal.

 

München - Sie kann verlockend sein. Sie kann hemmen. Vielleicht kann sie sogar beflügeln, um nicht mehr für möglich gehaltene Träume doch noch zu erreichen. Die Hoffnung der Löwen im Saisonfinale der Dritten Liga gilt zweierlei Zielen. Die Mannschaft von Trainer Michael Köllner hat noch die (realistische) Chance, die Qualifikation für die erste Runde des DFB-Pokals der kommenden Spielzeit zu schaffen.

Der Aufstieg in die Zweite Liga gleicht im Gegensatz dazu eher einem frommen Wunsch. "Vielleicht erleben wir doch noch ein Wunder. Ihr hättet Euch das auf jeden Fall verdient", schreibt Investor Hasan Ismaik auf Facebook an die Sechzger. Theoretisch ist die große Sensation noch möglich – ebenso ein Absturz in die zweite Tabellenhälfte. Heißt für die Giesinger: Raus mit dem Rechenschieber.

Reicht es noch für den Löwen-Aufstieg?

Der Tabellen-Siebte Sechzig (55 Punkte) hat aktuell sechs Zähler Rückstand auf den Dritten Eintracht Braunschweig (61), fünf auf den Vierten FC Ingolstadt 04 (60), drei auf den Fünften MSV Duisburg (58) und zwei auf Hansa Rostock (56) auf Rang sechs. Im Gegensatz zum nicht aufstiegsberechtigten Tabellenführer FC Bayern II (64) und den zweitplatzierten Würzburger Kickers (63) liegen alle Teams noch in Reichweite.

Köllner mahnte, von der AZ auf die Rechenspiele angesprochen, zur Besinnung auf die eigenen Aufgaben. "Es bleibt bei dem, was ich schon seit geraumer Zeit sage: Am Ende kommt es auf uns an, wir müssen unsere Sachen erledigen. Was im Finish am letzten Spieltag noch möglich ist, werden wir erst nach Mittwoch sehen."

Die AZ zeigt vier Szenarien - vom Aufstiegsfall bis zum Worst Case

Direkter Aufstiegsplatz: Siegt 1860 am Mittwoch bei Sonnenhof Großaspach (19 Uhr, Magenta Sport und im AZ-Liveticker) und im Saisonfinale gegen Konkurrent Ingolstadt (Samstag, 14 Uhr), würde man auf 61 Punkte kommen. Verlieren sowohl Braunschweig als auch Ingolstadt jeweils die letzten beiden Spiele, könnte man tatsächlich noch das eingangs zitierte "Wunder" bejubeln. Als wäre dies nicht unwahrscheinlich genug, müssten auch Duisburg und Rostock entsprechend patzen und dürften nicht mehr als drei respektive fünf Punkte holen. Am Ende könnte sogar zwischen allen fünf Klubs das Torverhältnis entscheiden. Jedes Löwen-Tor bei Absteiger Großaspach würde die Ausgangslage also verbessern.

Aufstiegs-Relegation: Hier gelten ähnliche Voraussetzungen. Sechzig müsste doppelt siegen, von den vier Teams davor müssten gleich drei gehörig patzen. Braunschweig und Ingolstadt würde in den beiden restlichen Partien ein einziges Remis genügen, um von 1860 nicht mehr überholt werden zu können. Ausgerechnet die "kleinen Bayern" könnten den Sechzgern am Mittwoch gegen Duisburg Schützenhilfe leisten. Brisant für Köllner: In der Relegation würde Ex-Klub 1. FC Nürnberg warten.

Qualifikation für den DFB-Pokal: Weil der FCB II auch nicht im DFB-Pokal ran darf, würde dem TSV Rang fünf genügen und man müsste "nur" Rostock und Duisburg überholen. Sammelt der MSV nur noch einen Punkt und Rostock nicht mehr als drei Zähler, würden Sechzig anstelle zweier Siege vier Punkte für den Pokal-Platz reichen – bei entsprechendem Torverhältnis. Zweite Chance: Die Fortsetzung des Toto-Pokals, wo 1860 im Halbfinale gegen den FC Memmingen steht.

Worst Case: Waldhof Mannheim (55), der SV Meppen (52), der 1. FC Kaiserslautern (51) und sogar die SpVgg Unterhaching (50) könnten den TSV bei zwei Löwen-Pleiten noch überholen und bis auf Rang elf in die untere Tabellenhälfte verfrachten. Wie es auch kommt: Sie stirbt bekanntlich zuletzt, die Hoffnung auf ein versöhnliches Saisonende der Löwen – oder sogar noch mehr.

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