Sturmzentrum, Zehner, Links- oder Rechtsaußen, rechter Verteidiger – der Neuzugang kann alles: Serge Gnabry ist bislang einer der Gewinner in der Vorbereitung des FC Bayern

München/Rottach-Egern - Das Lob für Serge Gnabry kam von höchster Stelle. "Er ist gut", sagte Franck Ribéry am Montag auf Nachfrage der AZ: "Serge ist ein guter Junge. Du siehst bei ihm: Er will auch."

Ribéry (35) und Gnabry (23). Zwei Generationen auf der offensiven Außenbahn. Zwei Top-Sprinter, die bereits in dieser Saison um einen Stammplatz auf der linken Seite rangeln. Denn: "Linksaußen oder auf der Zehn" seien seine besten Positionen, erklärte Gnabry während der USA-Reise.

Linksaußen? Das ist noch immer das Königreich von Ribéry. Der aber freut sich über die Konkurrenz. "Wir sind eine Gruppe", sagte Ribéry: "Wir haben viele Spiele in dieser Saison, wir brauchen alle Spieler." Kingsley Coman spielt ja auch am stärksten als Linksaußen.

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Serge Gnabry beeindruckt gegen ManUnited mit Übersicht

Gnabry, der in der vergangenen Spielzeit an die TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen war, ist bislang einer der Gewinner der Vorbereitung. Im April hatte sich der Offensivspieler einen Muskelbündelriss zugezogen, dadurch verpasste er die WM. Inzwischen ist Gnabry wieder topfit – und ein ernstzunehmender Kandidat für die Startelf.

"Er hat das sehr gut gemacht", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach dem 1:0 gegen Manchester United. Trainer Niko Kovac hatte Gnabry überraschend ins Sturmzentrum beordert. Gnabry wusste in ungewohnter Rolle zu gefallen: Er war beweglich, torgefährlich, beeindruckte mit Übersicht. "Das ist eine Variante, die aufgrund seiner Fähigkeiten möglich ist", lobte Thomas Müller.

In der Vorbereitung wurde Gnabry schon als Rechtsaußen und sogar als rechter Verteidiger eingesetzt. Bayerns neue Allzweckwaffe. Auch Ribéry bewertete Gnabrys Auftritt als "gut. Das ist positiv für ihn und für uns". Der Franzose wies zudem auf ein Bayern-Problem der Vergangenheit hin. "In letzter Zeit waren wir bis April gut. Dann waren ein paar Spieler verletzt", sagte Ribéry. Deshalb sei ein top-besetzter Kader wichtig. "Wenn alle bei Bayern fit sind, haben wir eine große Chance."