Gewalt in Venezuela Kugel im Kopf: Model stirbt auf dem Weg in die Klinik

Brutale Szene: Ein Mann trägt eine Frau auf den Armen und fährt dabei Motorrad. Sie hat eine Kugel im Kopf! Foto: dpa

Brutale Szene in Valencia: Ein Mann hält eine Frau im Arm und ist auf dem Motorrad unterwegs. Der Mann will in die Klinik, die Frau hat eine Kugel im Kopf!

 

Caracas/Valencia – Gewalteskalation in Valencia: Seit Tagen protestieren Studenten in Valencia. Jetzt ist bei einer Demonstration eine junge Frau angeschossen worden. "Die junge Frau ist die Schönheitskönigin Génesis Carmona (22): Sie wurde bei einer Demonstration gegen Präsident Nicolás Maduro angeschossen", berichtet Bild.de. Tragisch: Noch auf dem Weg in die Klinik stirbt die junge Frau.

Kundgebung von venezolanischen Regierungsgegnern gewaltsam aufgelöst

Die venezolanische Polizei hat erneut eine Kundgebung von Anhängern der rechtsgerichteten Opposition gewaltsam aufgelöst.

Mit Tränengas und Schrotkugeln ging sie am Mittwochabend gegen hunderte Demonstranten vor, die aus Protest gegen die Verhaftung des Oppositionspolitikers Leopoldo López eine Straße in einem wohlhabenden Stadtteil der Hauptstadt Caracas blockierten. Dabei soll es erneut mehrere Verletzte gegeben haben.

Studenten und Oppositionsparteien demonstrieren seit rund zwei Wochen gegen die grassierende Kriminalität, Inflation, Korruption und die geringen Aussichten auf eine Arbeit. Ihre Proteste richten sich vor allem gegen Präsident Nicolás Maduro. Dabei wurden in der vergangenen Woche drei Menschen getötet, eine weitere Frau erlag am Mittwoch ihren Schussverletzungen.

Die Regierung macht López für die Gewalt verantwortlich. Gegen den 42-jährigen Gründer der rechten Partei Voluntad Popular (Volkswille) wurde Haftbefehl wegen Totschlags und Aufstachlung zur Gewalt erlassen. Am Dienstag stellte er sich den Behörden. Am Mittwoch sollte gegen López Anklage erhoben werden. Nach Kundgebungen seiner Anhänger vor dem Justizpalast wurde die Anhörung jedoch kurzfristig in ein Militärgefängnis verlegt, wie seine Partei per Twitter mitteilte.

US-Präsident Barack Obama verurteilte die Gewalt in Venezuela. Bei einem Gipfeltreffen in Mexiko forderte Obama die Regierung in Caracas auf, alle Demonstranten freizulassen, auf die "legitimen Klagen" der Bevölkerung einzugehen und in einen "echten Dialog" einzutreten.

 

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