Gesund leben 2017 Fit und gesund, aber richtig: Ernährungs- und Sporttrends

Wer seinem Körper etwas Gutes tun will hat heute die Qual der Wahl: Immer neue Trends im Bereich Fitness und Ernährung kommen auf den Markt. Foto: Fotolia/LuckyImages

Ständig werden neue Trendsportarten entwickelt und innovative oder wiederentdeckte Lebensmittel sollen einen Beitrag zu gesunder Ernährung leisten. Wir nehmen die neuesten Entwicklungen zum Thema Fitness und Ernährung unter die Lupe und zeigen was dahintersteckt.

Welche Trends sind angesagt?

Verschiedene größere Tendenzen haben sich im Bereich Fitness und Gesundheit in der letzten Zeit abgezeichnet. Zum einen gewinnt Wellness und Entspannung hier zunehmend an Bedeutung. Yogakurse in allen möglichen Varianten sind überall schnell ausgebucht. Neben anstrengenden Workouts ist es vielen wichtig, sich auch gezielt Auszeiten zur Erholung zu gönnen. Hier zeigt sich einer der umfassenden Trends: Das Training wird in Zukunft immer effektiver.

Sportarten wie HIIT (High Intensity Intervall Training) oder Crossfit fordern in kurzer Zeit dem Körper alles ab. Umfassende Muskelgruppen werden dabei berücksichtigt und jede Menge Kalorien verbrannt. Was schon seit einigen Jahren im kleineren zu beobachten war, drängt sich bei aktuellen Trends im Fitnessbereich immer mehr in den Vordergrund: Damit die Workouts nicht zur puren Strapaze werden, werden die Trainingsmethoden immer häufiger mit anderen Disziplinen verbunden.

Das Ergebnis sind Kreuzungen wie Boxing-Yoga, PHIIT (Pilates in Verbindung mit HIIT), oder Crunning (Crawling also Krabbeln und Running also Rennen). Vor allem viel Spaß versprechen die neuen Mischungen wie Pool-Biking (Spinning auf speziellen Unterwasserrädern), Skiken (Skaten und Biken) oder Crossminton (Badminton mit speziellen Bällen im Gelände).


Funktionale Fitnessprogramme wie Crossfit oder HIIT sind anstrengend, versprechen aber auch schnelle Trainingsergebnisse. Bild: Fotolia, © Kzenon

Ohnehin suchen neben den Fitnessfreaks, die hauptsächlich ihre Körper stählen wollen viele nach Sportarten, die in erster Linie Spaß machen. Das Erlebnis in der Gruppe oder in der Natur steht dabei im Vordergrund. Als positiver Nebeneffekt ist Aktivität und viel Bewegung dabei natürlich gerne gesehen.

Ein Trend, der sich hier bereits in der letzten Zeit etabliert hat, ist das sogenannte Stand-Up-Paddling (SOP). Auf einem Surfbrett oder speziellen Board wird dabei stehend mit einem Paddel übers Wasser gerudert. Der perfekte Freizeitspaß für den Sommer. Einerseits kann in Ruhe die vorbeiziehende Landschaft genossen werden, andererseits fördert das Paddeln den Gleichgewichtssinn und beansprucht eine Vielzahl unterschiedlicher Muskeln.

Die richtige Sportart für jeden

Bereits jetzt gibt es unzählige Möglichkeiten, seine Freizeit aktiv zu verbringen. Jedes Jahr kommen neue Trendsportarten dazu. Da fällt die Wahl oftmals nicht leicht. Doch nicht alle innovativen Disziplinen sind für jedermann geeignet. In erster Linie ist die individuelle Fitness und Belastbarkeit ein wichtiges Kriterium für die Wahl der passenden Sportart.

Aber auch wer bestimmte körperliche Einschränkungen berücksichtigen muss, kann sich aktiv betätigen. Sport hilft auch bei verschiedenen Erkrankungen dabei, sich fit zu halten oder eine gewisse Leistungsfähigkeit zurückzuerlangen.

Daneben spielen natürlich auch die persönlichen Vorlieben oder die Einstellung zu aktiver Betätigung eine wichtige Rolle. Nicht jeder schwitzt gerne im Fitnessstudio, manche fühlen sich im Wasser einfach nicht wohl und wieder andere können mit dieser ganzen Esoterik beim Yoga einfach nichts anfangen. Wer sich von dem riesigen Angebot überfordert fühlt, kann mithilfe der folgenden Kriterien möglicherweise einfacher die perfekte Disziplin für sich finden:

• Steht vor allem die Steigerung der Fitness oder auch Muskelaufbau im Vordergrund oder suche ich eher eine aktive Freizeitbeschäftigung, die viel Spaß verspricht?

• Trainiere ich lieber allein oder zusammen mit Freunden in einer Gruppe oder Mannschaft?

• Möchte ich ehrgeizig ein bestimmtes Ziel erreichen oder ist Sport für mich eher ein regelmäßiger Ausgleich nebenher?

• Treibe ich Sport lieber drinnen oder suche ich gezielt nach einem Erlebnis in der Natur?

• Brauche ich ständig Action und Abwechslung oder kann ich mich auf sich wiederholende Bewegungsmuster einlassen?

• Will ich mich beim Sport auspowern oder soll dabei eher Körper und Geist in Einklang gebracht werden?

In den meisten Fällen ist es möglich, in den Vereinen oder Studios erstmal ein Schnuppertraining mitzumachen. Dabei kann jeder schnell herausfinden, ob er Spaß an einer Disziplin findet. Bei intensiven Trainingsmethoden wird zudem vom Coach oder Übungsleiter überprüft, wo die jeweiligen körperlichen Grenzen liegen.

Ein Vorteil verschiedener Trendsportarten ist, dass sie viel Spaß versprechen und so auch Sportmuffel aus der Reserve locken können.

Ganz nebenbei wird beim "spielen" mit Freunden auch etwas für die Gesundheit getan. Einige der Disziplinen eignen sich vor allem für den Sommer, weil sie im Freien ausgeübt werden. Die frische Luft ist dann zur körperlichen Aktivität noch ein weiterer Pluspunkt.

In vielen Fitnessstudios werden zu den speziellen Sportarten für jeden Teilnehmer individuelle Trainingspläne ausgearbeitet. So werden individuelle Einschränkungen und der jeweilige Fitnessgrad berücksichtigt. Die Workouts sind sehr effektiv und oft zeigen sich zügig Fortschritte und die Mühen werden durch Erfolgserlebnisse belohnt. Immer häufiger können gut ausgebildete Trainer auch wichtige Informationen zu gesunder Ernährung weitergeben.


Bei der Auswahl eines geeigneten Fitnessstudios ist neben der Ausstattung mit Geräten auch die Qualität der Trainer entscheidend. Vor allem bei den innovativen Trainingsmethoden ist eine gute Betreuung wichtig. Bild: Fotolia, © contrastwerkstatt

Im Bereich der hochintensiven Trainingsmethoden wie HIIT oder Crossfit muss mehr wie bei anderen Disziplinen auf die Gesundheit geachtet werden. Die Medien versprechen bei diesen Sportarten schnelle Ergebnisse. So soll es dadurch möglich sein, relativ schnell Gewicht zu reduzieren, Muskeln aufzubauen und die Kondition zu verbessern.

Die einzelnen Übungen stellen jedoch eine hohe Belastung für den gesamten Organismus dar. Es ist wichtig, sich hier nicht zu viel zuzumuten. In den Fitnessstudios finden die Übungseinheiten in der Regel unter fachkundiger Aufsicht statt. Hier kann sich jeder zunächst über die professionelle Qualifikation der Coaches informieren. Mit Einführung der DIN 33961 wurde auch erstmals ein Qualitätskriterium geschaffen, dass den Kunden als Orientierung bei der Suche nach einem guten Studio dienen kann.

Die Trainer motivieren einerseits und treiben zu persönlichen Höchstleistungen an, andererseits achten sie darauf, dass keiner seine körperlichen Grenzen überschreitet. Bei Selbst-Training über Online-Studios, die Trainingsvideos für bestimmte Workouts anbieten, ist also immer Vorsicht und eine gesunde Selbsteinschätzung notwendig.

Selbstoptimierung in der Kritik

Die unterschiedlichen hocheffektiven Trainingsmetoden sind eine Antwort auf den wachsenden Trend zur Selbstoptimierung. Fitnesstracker und andere Wearables haben es erst möglich gemacht, unsere körperlichen Aktivitäten detailliert zu überwachen und aufzuzeichnen. Die individuelle sportliche Leistung ist damit vergleichbar geworden und viele Teilen ihre Trainingsergebnisse und Erfolge in den sozialen Netzwerken. Einerseits wirkt dies für einige als große Motivationshilfe. Der Vergleich mit anderen oder bereits geleisteten Etappen spornt an.

Manchmal lenkt der ständige Blick auf die Smartwatch oder die Fitness-App aber allzu sehr vom Wesentlichen ab. Der Sport verkommt dabei zu einer Jagd nach geleisteten Einheiten, gelaufenen Kilometern und verbrannten Kalorien. Mit Spaß hat das dann lange nichts mehr zu tun. Und glücklich macht das auf Dauer sicher auch nicht.


Wer seine Trainingserfolge gerne mit anderen im Netz teilt, sollte vorsichtig sein. Viele der Fitness-Apps halten sich nur bedingt an die gültigen Datenschutzbestimmungen. Bild: Fotolia, © kantver

Einige rennen dabei zudem einem unerreichbaren Idealbild hinterher. Ohne Rücksicht auf die eigentlichen individuellen Bedürfnisse orientieren sie sich an Vorbildern, die sich wirksam in den Medien inszenieren. Und vergessen dabei ganz, dass die imposanten Instagram-Bilder oft nichts mit der Realität zu tun haben.

Wer langfristig Spaß am Sport treiben haben möchte und sich vielleicht auch den einen oder anderen Erfolg davon verspricht, sollte sich auf sich selbst konzentrieren. Digitale Tracker können dabei helfen, Motivation aufzubauen und Erfolge zu erkennen, die ständige Überwachung sollte jedoch nicht dazu führen, den Spaß am ungezwungenen Sporteln zu verlieren. Wichtig ist es auch, seine persönlichen Daten dabei im Auge zu behalten. Einige der Apps weisen immer noch große Mängel beim Datenschutz auf. Wer sich nicht sicher ist, wie mit den persönlichen Informationen umgegangen wird, sollte sich darauf beschränken, die Ergebnisse lediglich auf dem Gerät zu speichern.

Nicht nur im Zusammenhang mit Sport ist gesunde Ernährung für viele heute wichtiger geworden.

Immer neue Foodtrends werden passend zum jeweiligen Lifestyle entwickelt. Dennoch liegt bei den verschiedenen Ernährungsformen, Diäten oder besonderen Lebensmitteln und Zubereitungsarten der Fokus oftmals auf der Gesundheit.

Superfood goes local

Lebensmittel, die eine besonders hohe Konzentration an verschiedenen Nährstoffen aufweisen, werden heute als Superfood bezeichnet. Zunächst waren hier vor allem verschiedene exotische Früchte wie Goji Beeren aus dem Himalaya oder Acai Beeren aus Südamerika bei uns erhältlich. Chia Samen, die bereits den Mayas bekannt waren, Spirulina-Algen aus Afrika oder Kurkuma aus den Tropen – aus den verschiedensten Ecken der Erde werden die kraftvollsten Energiespender zusammengetragen.


Lokales Superfood muss sich bezüglich der gesunden Inhaltsstoffe nicht vor den exotischen Vertretern verstecken. Hintergrundbild: Pixabay, © romanov, CC0 Public Domain

Viele Superfoods werden gefriergetrocknet und kleingemahlen und können hier als Kapseln oder in Pulverform gekauft werden. So sollen möglichst viele der Nährstoffe bei der Reise bis in unsere Supermärkte erhalten bleiben. Dabei müssen wir gar nicht so weit in der Ferne schweifen. Der Trend zu lokalen Produkten zeigt sich auch hier. Verschiedene heimische Früchte oder Gemüsesorten werden plötzlich wiederentdeckt und mit dem Prädikat Superfood geadelt.

Tatsächlich gibt es auch in unseren Breiten genügend Produkte, die mit einem besonders hohen Gehalt an Vitaminen oder Mineralstoffen zu einer gesunden Ernährung beitragen können:

• Heidelbeeren: Verschiedene Inhaltsstoffe bekämpfen Ablagerungen in den Blutgefäßen.

• Kürbiskerne: Weisen eine hohe Konzentration an Zink und Magnesium auf und sind eine gesunde Proteinquelle. Das Öl der Kerne ist reich an gesunden ungesättigten Fettsäuren.

• Rohes Sauerkraut: Probiotische Kulturen, die durch das Fermentieren entstehen stärken die Verdauung.

• Brokkoli: Wie viele Kohlarten besitzt der Brokkoli Antioxidantien und andere Nährstoffe, die vorbeugend gegen Krebs wirken.

• Gerstengras: Besitzt einen besonders hohen Anteil an den verschiedensten Vitaminen und Mineralstoffen. Gleichzeitig dient es als basisches Lebensmittel zum Ausgleich des Säure Basen Haushalts.

Die Liste kann noch weitergeführt werden. Neben den kürzeren Transportwegen gibt es noch einen zweiten großen Vorteil: Oftmals lassen sich bei den heimischen Produkten verlässliche Informationen zu den Anbaubedingungen finden. Viele exotische Superfoods sind wegen einer hohen Konzentration an Schadstoffen, die sich etwa durch Dünge- oder Schädlingsbekämpfungsmittel anreichern, in Verruf geraten. Die lokalen Alternativen sind hier oft durch die hiesigen Gesetze und Kontrollen besser aufgestellt. Zudem sind sie meist günstiger.

Gesunde Süßigkeiten

Die Ernährung beim Frühstück, Mittagessen oder Abendbrot auf gesündere Lebensmittel umzustellen ist oft kein so großes Problem. Doch beim Thema Süßigkeiten hört der Spaß dann wirklich auf. Auf Chips, Schokolade oder Gummibärchen können und wollen wir dann doch nicht verzichten. Doch das Schleckern auf der Couch beim gemütlichen Fernsehabend muss nicht zwangsläufig ungesund sein.

Verschiedene trendige Lebensmittel sind einerseits lecker und setzen sich trotzdem nicht durch überschüssige Kalorien auf der Hüfte nieder. Wir haben ein paar der schmackhaften Snacks und Schleckereien zusammengetragen:

• Fruchtleder: Diese Leckerei schlägt die Fruchtigkeit von Gummibärchen um Längen. Frische Früchte werden dazu püriert und gegebenenfalls noch mit etwas Honig vermengt. In einer dünnen Schicht wird das Ganze dann im Backofen bei niedrigen Temperaturen ganz langsam etwas getrocknet. Als kleine Röllchen eignet sich das Leder dann als gesunde und extrafruchtige Süßigkeit.

• Gemüsechips: Anstelle der fettigen Kartoffelchips bieten Gemüsechips einerseits geschmacklich viel Abwechslung, andererseits sind sie kalorienärmer, wenn sie nicht frittiert sind. Dünne Scheiben aus Roter Bete, Süßkartoffeln oder Pastinaken können auch im Backofen langsam gedörrt werden.


Bunte Gemüsechips sind nur dann gesünder, wenn sie ohne viel Fett im Ofen getrocknet wurden. Bild: Fotolia, © eflstudioart

• Beef Jerky: Dieser Foodtrend aus Amerika begeistert vor allem Fleischliebhaber. Rindfleisch wird mariniert oder gesalzen und in dünne Scheiben getrocknet. Das Dörrfleisch kann dann ähnlich wie Chips nebenbei gesnackt werden. Da das verwendete Fleisch vor dem Trocknen von Sehnen und Fett befreit wird, enthält Beef Jerky hauptsächlich Eiweiß und Kohlenhydrate.

• Infused Water statt Softdrinks: Softdrinks sind lecker, aber wegen des hohen Zuckergehaltes oft auch nicht so gesund. Um Wasser geschmacklich aufzupeppen, werden bei diesem Trend verschiedene Zutaten hinzugefügt, um ein aromatisches und erfrischendes Getränk zu erhalten. Zitronenscheiben, Erdbeer- oder Gurkenstücke, aber auch Kräuter und Gewürze wie Zitronenmelisse, Minze oder Ingwer verleihen dem Wasser den besonderen Kick.

Nachhaltigkeit in der Küche

Die Menschen interessieren sich in der letzten Zeit wieder mehr dafür, wo ihre Lebensmittel herkommen, wie sie produziert wurden und welche Produkte zu einer gesunden Ernährung beitragen können.

Sie besinnen sich wieder auf regionale Spezialitäten und Zutaten, die nur kurze Transportwege hinter sich haben und unter verträglichen Bedingungen produziert worden sind. Wer regionalen Produkten den Vorrang gibt, trägt dazu bei, dass beispielsweise nicht noch mehr Urwaldflächen gerodet werden, um die gestiegene Nachfrage nach Avocados oder anderen Trendlebensmitteln zu befriedigen. Regional und saisonal lauten die Schlagwörter zu dieser Entwicklung.

Zum Thema Nachhaltigkeit ist auch die Vermeidung von Essen, welches in den Müll wandert ein Thema. Hier hilft es, sich vor dem Einkauf eine Liste zu erstellen, damit nicht so viele ungeplante Dinge im Einkaufswagen landen. Meist sind sie es, die am Ende der Woche dann doch nicht verbraucht wurden und bereits schlecht geworden sind.


Viele Lebensmittel sind im Supermarkt nur mit lästigen Plastikverpackungen erhältlich. Alternativen bietet der Einkauf in speziellen Geschäften oder auch auf dem regionalen Wochenmarkt. Bild: Fotolia, © animaflora

Plastikverpackungen von Lebensmitteln haben einen erheblichen Anteil am täglichen Haushaltsmüll. Wer auf wiederverwertbare Stoffbeutel oder Einkaufskörbe zurückgreift, kann einen wichtigen Beitrag zur Minderung des Plastikmülls leisten. In verschiedenen Großstädten sind die ersten Lebensmittelgeschäfte entstanden, in denen unverpackte Produkte gekauft werden können. "Zero Waste" lautet die Devise – auch beim Einkauf auf dem Wochenmarkt können viele Produkte ohne die lästige Plastikverpackung erstanden werden. Alternativ kann beispielsweise bei Konserven auf recyclebare Glasflaschen zurückgegriffen werden.

Vielfalt ohne Fleisch

Der Anteil an Fleisch und Wurstprodukten auf dem täglichen Speiseplan hat im Laufe der Zeit bei uns stark zugelegt. Erst in den letzten Monaten hat der Konsum vor allem wegen der steigenden Zahl an Flexitariern wieder etwas abgenommen. Diese Ernährungsform verzichtet nicht ganz auf Fleisch, reduziert den Anteil jedoch.

Wie eine Zukunft mit weniger oder gar keinem Fleisch aussehen könnte, haben beispielsweise Experten des Zukunftsinstituts untersucht. Neben weniger, aber dafür qualitativ hochwertigerem Fleisch sollen bald auch andere proteinreiche Tiere wie Insekten den globalen Hunger nach tierischem Eiweiß stillen können. Zudem wachsen die Möglichkeiten und Ideen, aus pflanzlichen Zutaten schmackhafte Alternativen herzustellen.

Auch die künstliche Produktion von Fleisch im Labor könnte eine Methode sein, den Fleischbedarf in Zukunft stillen zu können. Der Verzicht auf Fleisch oder tierische Produkte wird oftmals direkt als gesünder eingestuft. Studien konnten dies jedoch nicht bestätigen. Menschen, die sich fleischlos ernähren, sind meist deshalb vitaler, weil sie grundsätzlich mehr auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Ein Mangel an Nährstoffen die sonst vor allem über Fleischprodukte gedeckt werden entsteht nur dann, wenn eine vegetarische oder vegane Lebensweise einseitig ausfällt. Hier ist es umso wichtiger, dass der tägliche Speiseplan von einer Vielzahl unterschiedlicher Produkte geprägt ist, um dem Körper alle notwendigen Vitamine und Mineralien zukommen zu lassen.


Hintergrundbild: Pixabay, © Alexas_Fotos, CC0 Public Domain

Bewusstes Essen

Eine schnelle Mahlzeit zwischen Tür und Angel ist für viele zum Alltag geworden. Zwischen Job und Familie kommt die Zeit zum Essen oft zu kurz. Aber auch hier zeigt sich eine Trendwende.

Die Slow-Food-Bewegung erobert sich zunehmend einen Platz in unserem täglichen Leben. Neben der Entscheidung für gesunde, aber auch leckere Lebensmittel ist hierbei die Zeit ein entscheidender Faktor. Das Essen selbst und der bewusste Genuss bekommen wieder einen wichtigeren Stellenwert.

Dabei kann der Organismus die Nährstoffe besser verarbeiten. "Die Art und Weise der Nahrungsaufnahme hat großen Anteil an einem gesunden Ernährungsstil, für den wir letztlich selbst gerade stehen müssen – und nicht die vielen kulinarischen Moden, denen wir diese Verantwortung gern übertragen", so Ernährungsexperte Christoph Sieberz.


Wer sich zum Essen Zeit nimmt lebt gesünder. Eine Studie ergab, dass dann auch weniger Kalorien aufgenommen werden. Bild: Fotolia, © drubig-photo

Wer sein Essen gut kaut, und in Ruhe, oder auch im Kreise von Freunden und Familie genießt, nimmt rund zehn Prozent weniger Kalorien zu sich, ergab eine Studie der University of Rhode Island. Wer einen stressigen Alltag hat, sollte sich zwischendurch für kleine Snacks etwas Ruhe gönnen und mindestens eine Mahlzeit am Tag bewusst zu sich nehmen.

Fazit

Viele Trends machen es uns heute leichter, ein gesundes Leben zu führen. Verschiedene Sportarten sind darauf ausgerichtet, gezielt und effizient etwas für die Steigerung der Fitness zu tun. Andere versprechen vor allem viel Spaß und können auch Sportmuffel zu mehr Bewegung animieren. Bioprodukte sind heute nicht mehr nur im Reformhaus zu finden, sondern bevölkern ganze Regale und Abteilungen in den Supermärkten.

Vorsicht ist beim sogenannten Superfood geboten. Die exotischen Lebensmittel entsprechen oftmals nicht den deutschen Standards bezüglich der Schadstoffkonzentration. Regionale Alternativen sind hier dann die bessere Wahl. Bei einer Ernährungsumstellung sollte darauf geachtet werden, was individuell für den Organismus am besten ist. Wer gut über verschiedene Lebensmittel und ihre Wirkung Bescheid weiß, kann hier die richtigen Entscheidungen treffen.

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