Gesprächiger "alter Sack" Das sagt Sandro Wagner über seine Tor-Premiere

Da dreht er jubelnd ab: Sandro Wagner jubelt über sein Tor zum 3:1 des FC Bayern in Istanbul. Im Hintergrund Besiktas-Keeper Tolga Zengin. Foto: Sven Hoppe/dpa

Er tickt eben doch ein bisschen anders: Nach seiner Torpremiere in der Champions League ist Sandro Wagner sichtlich stolz, nimmt sich aber selbst auf die Schippe und zeigt sich auch bei anderen Themen ziemlich schlagfertig.

Istanbul/München - Der Premierentreffer in der Champions League bedeutete Nationalspieler Sandro Wagner sehr viel.

"Ich bin ja schon ein alter Sack mit 30 im Fußball und habe jetzt ein Champions-League-Tor gemacht. Das erfüllt mich mit Stolz, auch wenn es sehr spät vom Alter her ist. Aber das ist wurscht", sagte der Stürmer des FC Bayern nach seinem Treffer zum 3:1-Endstand im Achtelfinal-Rückspiel bei Besiktas Istanbul.

Erstmals seit dem 24. November 2010 mit Werder Bremen kam Wagner wieder in der Königsklasse zum Einsatz, zum insgesamt vierten Mal. "Das Tor hat sich Sandro einfach verdient. Wir wissen alle, was wir an ihm haben. Er gibt in den Trainingseinheiten Vollgas und legt auch in den Spielen sein Herz rein", sagte Teamkollege David Alaba über den im Winter von Hoffenheim als Lewandowski-Backup verpflichteten Wagner.

Tore in der Champions League sind für den Confed-Cup-Sieger auch ein gutes Argument für eine WM-Nominierung, über die er allerdings in Istanbul aus gutem Grund nicht reden mochte. "Ich kann jetzt nicht nur an die WM denken, sondern muss auch hier meine tägliche Arbeit gut und fokussiert machen. Bayern München zahlt mein fürstliches Gehalt und deswegen muss ich hier jeden Tag Gas geben", sagte Wagner.

Bayern-Stürmer Wagner: "Ich bin Internist..."

"Jetzt habe ich fast in allen Wettbewerben mal getroffen", sinniert Wagner. Er verfügt über ein ausgeprägtes Selbst- und Sendebewusstsein, zeigt dies auch beim FC Bayern. Es ist ihm daher auch egal, welcher Viertelfinal-Gegner nun auf seinen Klub zukommt. "Wir sind Bayern München. Wir haben schon gegen jeden Gegner das Selbstverständnis, dass wir auch weiterkommen können. Auf dem Niveau ist die Tagesform entscheidend", zitiert ihn der Kicker.

Schließlich gebe es einen guten Spirit in der Mannschaft und auch im Training ein unglaubliches Niveau: "Wir können dieses Jahr Großes schaffen."

Wagner war am Mittwochabend für alle mögliche Themen beliebter Ansprechpartner. So sollte sich der Angreifer zur Verletzung seines Teamkollegen Thiago äußern - und hatte dabei die Lacher auf seiner Seite: "Da müssen Sie Doktor Müller-Wohlfahrt fragen, meinen Kollegen. Ich bin Internist, er ist Orthopäde. Er kennt sich da besser aus."

Und auch zur flitzenden Katze im Stadion wurde er befragt: "Ich habe einen Hund, den hätte ich eingefangen. Mit Katzen kenne ich mich nicht so gut aus."

Lesen Sie hier: Das sind die möglichen Viertelfinal-Gegner der Bayern

 

1 Kommentar

Kommentieren

  1. null