Gespräche zwischen Stadt und Bahn Paul-Heyse-Unterführung: Wandel für den "Schandfleck"?

, aktualisiert am 06.01.2017 - 15:56 Uhr
Die Paul-Heyse-Unterführung soll saniert werden. Darauf haben sich Baureferat und Deutsche Bahn geeinigt. (Archivbild) Foto: Marvin Welz

Sie ist wahrlich nicht schön anzusehen, die Paul-Heyse-Unterführung am Hauptbahnhof. Die CSU-Fraktion spricht sogar von einem Münchner "Schandfleck". Doch nun soll es in Sachen Sanierung offenbar vorangehen.

Ludwigsvorstadt - Im Oktober 2016 wandten sich die CSU-Stadträte Richard Quaas und Hans Theiss an Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). In der gestellten Anfrage ging es um den Zustand der Paul-Heyse-Unterführung am Hauptbahnhof. Seit Jahren sammelt sich hier der Dreck, der Putz bröckelt von den Wänden, Beleuchtung im Tunnel ist Mangelware – die CSU spricht schon seit längerer Zeit von einem "Schandfleck" in München. Ebenfalls seit Jahren gibt es Diskussionen um die Sanierung der Unterführung zwischen der Stadt und der Deutschen Bahn (DB), die eigentlich für den Zustand des Tunnels verantwortlich ist.

Nun hat Stadtbaurätin Elisabeth Merk auf die CSU-Anfrage geantwortet – und liefert teils überraschende Erkenntnisse. So habe es bereits am 13. Juli 2016 und am 26. Oktober 2016 Gespräche zwischen der Bahn und der Stadt München gegeben. Hier stellte die DB klar, dass bereits einige Instandhaltungsmaßnahmen vollzogen worden sind, beispielsweise im Jahr 2013, als die mittleren Stützen des Tunnels mit einem Korrosionsschutz versehen wurden. Doch die Bahn wünsche sich auch eine "Verbesserung des Erscheinungsbildes" – deswegen sollen nun Sanierungsarbeiten an den Seitenwänden erfolgen. Verschiedene Varianten seien in den Gesprächen diskutiert worden. Laut Bahn sei eine Sanierung der Decke allerdings nicht notwendig.

Stadt will sich um Beleuchtung kümmern

Das Baureferat der Stadt München erklärte sich dazu bereit, die Beleuchtung in der Unterführung zu überarbeiten. Ziel ist es, "die Beleuchtung der Unterführung optisch aufzuwerten". Gemeinsam mit der DB möchte das Baureferat eine "freundliche Atmosphäre" im Paul-Heyse-Tunnel schaffen. Neben allgemein helleren Lichtern soll es unter anderem auch sogenannten "Effektbeleuchtung" in der Unterführung geben. Das Baureferat macht ebenfalls klar, dass die Sanierung des "Schandflecks" wichtig sei, vor allem auch im Hinblick auf den geplanten Neubau des Hauptbahnhofs.

Weitere Gespräche zwischen Baureferat und Bahn sollen im Frühjahr erfolgen. Übrigens: Laut Bahn wurde im Jahr 2011 für die Unterführung eine Restnutzungsdauer von 39 Jahren ermittelt. Ein Neubau des Tunnels soll 2040 erfolgen – bis dahin bleibt beiden Beteiligten also noch viel Zeit.

 

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