Gespräch mit Gorenzel Verlängerung beim TSV: Sascha Mölders Bauchentscheidung

Bleibt er weiter beim TSV 1860 München? "Beide Seiten wollen". Foto: sampics/Augenklick

Der Stürmer steht vor einer Verlängerung bei den Löwen. Am Mittwoch gab es bereits Gespräche mit Sechzig-Sportchef Gorenzel. "Es ist ja kein Geheimnis, dass beide Seiten wollen!"

 

München - Löwen, wie sieht es mit einem neuen Vertrag aus? 1860-Stürmer Sascha Mölders betrieb kürzlich im Trainingslager dezente Eigenwerbung, was seine Zukunft anbelangt. "Stand jetzt weiß ich nicht, was ich ab Sommer mache. Ich gehe davon aus, dass Sportchef Günther Gorenzel bald auf mich zukommen wird", hatte der Angreifer in Oliva Nova erklärt.

Gesagt (von Mölders), getan (von Gorenzel). "Sascha Mölders hat jetzt gleich ein Gespräch mit Günther Gorenzel", erklärte Löwen-Trainer Daniel Bierofka nach dem Vormittagstraining über beginnende Verhandlungen seines Mittelstürmers und Sechzigs Sportchef, an denen auch Michael Scharold als Geschäftsführer der KGaA beteiligt sein wird. Bierofka über die (finanziellen) Voraussetzungen: "Es ist ja kein Geheimnis, dass beide Seiten wollen. Jetzt müssen wir sehen, dass wir zusammenfinden."

Bierofka will seinen Stürmer halten

Der 39-Jährige ließ durchblicken, dass er den sieben Jahre jüngeren Stürmer gerne in jedem Fall behalten würde – sollte Sechzig aufsteigen, doch ebenso für künftige Regionalliga-Planungen. Nachdem sich der Torjäger bei den Sechzgern wohlfühlt und sein Wohnort Mering bei Augsburg nicht allzu weit entfernt liegt für den Pendler und Familienvater, dürfte es bald zu wohl kaum veränderten Konditionen heißen: Mölders verlängert bei Sechzig!

Neun Treffer, acht Assists in 21 Spielen: Die Bilanz des ehemaligen Bundesligastürmers in den bisherigen Partien der Regionalliga Bayern liest sich ordentlich – trotz seiner Gewichtsprobleme, die dem Ex-Augsburger mehrfach unfreiwillig in die Schlagzeilen befördert hatten. Der gebürtige Essener hatte allerdings verlauten lassen, dass die Zukunftsplanungen von Bierofka durchaus eine Rolle spielen würde: "Biero ist sehr wichtig für mich. Ohne ihn hätte ich das mit Sechzig wohl gar nicht gemacht. Ich mache auch von ihm abhängig, wie es weitergeht."

Die für Bierofkas eigene Zukunft nicht unwichtigen Fragen nach Budget und Planungen für einen möglichen Aufstieg sind jedoch weiter unbekannt. Wie Bierofka, der auf die finanzielle Situation angesprochen nur mit dem Kopf schüttelte, wollte sich auch Scharold dazu nicht äußern. "Das sind interne Prozesse. Dazu werde ich öffentlich keine Stellung beziehen", sagte der Geschäftsführer.

Anzeichen dafür, dass es sich um mehr als ein relativ schmales Budget ohne größeren finanziellen Spielraum handelt, lassen auf sich warten. Das Präsidium sieht nach AZ-Informationen weiter keinen Grund, von der erklärten Sparpolitik ohne Darlehen von Investor Hasan Ismaik abzuweichen. Dessen neue Statthalter Peter Cassalette und Saki Stimoniaris haben sich seit ihrem Einzug in den Aufsichtsrat und Beirat der Sechzger weiterhin nicht erklärt und alle Interviewanfragen abgelehnt.

Weitere Aufsichtsratssitzung in den kommenden Tagen

Wie die AZ erfuhr, ist in den kommenden Tagen eine weitere Aufsichtsratssitzung geplant. Eventuell lassen sich dann weitere drängende Fragen zwischen den Gesellschaftern intern klären – selbst, wenn nur auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner. Mit dem turbulenten Geschehen bei 1860 beschäftigte sich auch die TV-Dokumentation "Giesing – von Menschen und Löwen" der Reihe "Bayern erleben" ,die am Montag um 21 Uhr im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird.

"Immer wieder Niederlagen überstehen – das ist das Schicksal vom Fußballverein 1860", heißt es in der Ankündigung. Ob die Sechzger nebst einer möglichen Testspielpleite gegen Blau-Weiß Linz am Freitag (14.30 Uhr) eine weitere Niederlage fürchten müssen?

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