Germanwings-Absturz Hatte Andreas L. eine "psychosomatische Erkrankung"?

Todes-Pilot Andreas L. - Diese Aufnahme zeigt ihn beim Aerportrace in Hamburg im Jahr 2009. Foto: dpa

Litt der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine an einer schweren "psychosomatischen Erkrankung"? Eine Ermittlergruppe des Polizeipräsidiums Düsseldorf spricht von eindeutigen Anzeichen für diese These.

 

Düsseldorf - Im Fall Andreas L. hat die Polizei Düsseldorf offenbar neue Erkenntnisse: Der 27-Jährige soll an einer schweren "psychosomatischen Erkrankung" gelitten haben. Das berichtet die "Welt am Sonntag".

Laut Angaben der Zeitung berichten die Fahnder, dass der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine von „mehreren Neurologen und Psychiatern" behandelt worden sei. Außerdem fanden die Beamten in der Wohnung des Copiloten Medikamente zur Behandlung von psychischen Erkrankungen.

Schwere Depression

Andreas L. soll schwer depressiv gewesen sein und unter einem "starken subjektiven Überlastungssyndrom" gelitten haben. Eine Abhängigkeit von Drogen oder Alkohol bestünde nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht.

Die Ermittler befragen derzeit Freunde, Kollegen, Ärzte und die Freundin des Copiloten. Rund 200 Polizisten beteiligen sich an der Aufarbeitung des Falls. Die Fahnder stehen in Kontakt mit einer Delegation aus Frankreich.

Französische Ermittler untersuchen unterdessen auch die Möglichkeit eines technischen Defekts. "Derzeit kann die Hypothese eines technischen Fehlers nicht ausgeschlossen werden", sagte der Chef der in Düsseldorf eingesetzten französischen Ermittler, Jean-Pierre Michel, am Samstag dem französischen Sender BFMTV.

Die Ermittlungen gingen voran, es fehlten aber noch "technische Details". Bei den gemeinsamen Ermittlungen sollten Erkenntnisse vom Absturzort und dem Flugverlauf mit Ergebnissen der deutschen Ermittler verbunden werden, sagte Michel.

 

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