Gericht Sex-Attacke in München - Mann beißt Frau in Po

Der Exhibitionist und Pobeißer vor Gericht. Foto: th

Nachts im Lehel: Mit heruntergelassener Hose greift 22-jähriger Iraker eine Grafikerin (31) vor ihrer Haustür an, packt sie an der Hüfte und beißt zu.

 

München -  Nachts verlässt sie ungern allein die Wohnung, manchmal hat sie noch Albträume – Grafikerin Lena H. (32, Name geändert) ist Opfer einer Sex-Attacke. Der Täter, der 22-jährige Iraker Sagwan T., steht jetzt vor dem Münchner Amtsgericht.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Exhibitionismus und Körperverletzung. Die Nacht zum 13. August 2011 ist mild. Lena H. kommt gegen 1.20 Uhr mit dem Fahrrad in der Mannhardtstraße im Lehel an, stellt es ab. Sie will gerade die Haustür aufsperren, da packt sie ein Mann von hinten um die Hüfte. Sie sieht, dass der Mann seine Hosen runtergelassen hat und onaniert.

Dann spürt sie, wie er sie kräftig in den Po beißt. Schreiend dreht sich Lena H. um, mit voller Wucht haut sie ihm ihr iPhone, das sie gerade in der Hand hält, ins Gesicht. Das iPhone fällt auf den Boden, ist kaputt. Sagwan T. ist so erregt, dass er vor der völlig verängstigten Frau zum Höhepunkt kommt. Dann flüchtet er. Die Grafikerin alarmiert sofort die Polizei.

Beschreibt den jungen Mann als schlank, schwarze Haare, dunkler Teint, Jeans und schwarzes Sakko und zirka Mitte 20. Lena H. damals: „Er sah aus, als hätte er sich zum Feiern aufgestylt.“ Mit der Beschreibung durchkämmen Streifenwagen die Gegend – allerdings ohne Erfolg.

Die Polizei stellt die Jeans des Opfers sicher. Im Labor suchen die Experten nach fremden DNA-Spuren, die der Täter durch den Biss hinterlassen haben könnte. Die Daten werden mit einer speziellen Täter-Datei beim Bundeskriminalamt abgeglichen. Es gibt einen Treffer.

Erst drei Monate vor der Tat ist der Hotel-Frühstückszubereiter (Verdienst: 1500 Euro netto im Monat) wegen einer ähnlichen Tat vor Gericht zu drei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Über seinen Verteidiger Alexander Eckstein legt der Angeklagte ein volles Geständnis ab.

Dafür gibt das Gericht dem Angeklagten die wohl letzte Chance: zehn Monate Haft auf Bewährung. Aber unter Auflagen: Er muss zur Therapie, in Raten 1100 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz an das Opfer zahlen.

 

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