Gericht München: Im Urlaub Freundin verprügelt

Der gelernte Maler und Lackierer Rudolf G. (51) gesteht vor dem Münchner Amtsgericht, dass er im Spanien-Urlaub seine Freundin (23) verprügelt hat. Foto: Torsten Huber

51-Jähriger Hartz-IV-Empfänger geht mit Fäusten auf Freundin (23) los. Urteil: ein Jahr Haft auf Bewährung, weil die beiden wieder ein Paar sind.

 

München - Den Liebes-Urlaub in Spanien hat sich Zahnarzthelferin Melissa G. (23) anders vorgestellt. Statt braun gebrannt und voller Glück kommt sie im April mit einem Monokelhämatom am linken Auge, ein Riss am Augenlid und schlimmen Kopfschmerzen zurück nach München.

Die Verletzungen soll ihr Lebenspartner Rudolf G. (51) zugefügt haben. Jetzt sitzt er wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Münchner Amtsgericht. Der arbeitslose Maler und Lackierer habe die junge Frau erst geohrfeigt, ihr dann drei heftige Faustschläge verpasst und ihr gedroht: „Schau, dass du dich verpisst. Sonst schlage ich dich tot.“

Der Angeklagte legt ein Geständnis ab: „Es tut mir leid. Ich war betrunken. Sie hatte mich ausgesperrt, da bin ich ausgeflippt. Wir haben uns ausgesprochen und sind wieder ein Paar.“ Wegen seiner vielen einschlägigen Vorstrafen will der Staatsanwalt eine Vollzugshaft von 13 Monaten.

Verteidigerin Garina Hamel hält eine Bewährungsstrafe für ausreichend, da G. eine Therapie mache und die Beziehung wieder bestehe. Richterin Sonja Birkhofer-Hoffmann folgt der Verteidigung. Urteil: Ein Jahr mit Bewährung.

 

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