Gericht greift ein Neubau am Watzmannhaus gestoppt

Der Watzmann ist mit seinen 2713 Metern der höchste Punkt des Berchtesgadener Landes. Foto: dpa

Der Deutsche Alpenverein (DAV) darf einen Anbau am Watzmannhaus nicht abreißen und neu aufbauen. In einem Eilverfahren gab das Verwaltungsgericht München dem Antrag des Bundes Naturschutz in Bayern (BN) auf einen Baustopp statt, wie das Gericht am Freitag mitteilte.

Anfang September sollten die Arbeiten in 1.900 Meter Höhe in dem Schutzgebiet des Nationalparks Berchtesgaden beginnen. Die Baugenehmigung des zuständigen Landratsamts vom Februar 2016 sei rechtswidrig, da die Behörde naturschutzrechtliche Belange bei seiner Entscheidung nicht geprüft habe, so das Gericht. "Eine Todesfalle für Vögel" sei der geplante Neubau gewesen, sagte Rita Poser von der BN-Kreisgruppe Berchtesgadener Land.

Der Bauherr bedauerte den Beschluss: "Es war eine Baugenehmigung da", sagte DAV-Sprecher Frank Martin Siefarth. Nach der hätte man sich streng gerichtet. Andere, bereits begonnene Renovierungsarbeiten stünden nun still. "Das ist eine saublöde Situation! Uns bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten." Das Landratsamt wollte sich zunächst nicht äußern.

 

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