Geplante Fußgängerbrücke Der Millionensteg: 420 Meter über die Gleise

Bis Ende 2020 soll die neue Brücke fertiggestellt sein. Foto: SSF Ingenieure / Lang Hugger Rampp Architekten

Die Brücke vom Westend nach Neuhausen ist so gut wie beschlossen. Jetzt stehen auch die voraussichtlichen Kosten fest.

 

Westend/Neuhausen - Ein tiefer Graben trennt die Menschen in Neuhausen von denen im Westend – nicht emotional natürlich, sondern rein physisch. Denn die 420 Meter breite Gleistrasse ist bislang eine schier unüberwindbare Hürde. Das soll sich allerdings in absehbarer Zeit ändern.

Der Stadtrat wird kommende Woche voraussichtlich sein Einverständnis mit der geplanten Rad- und Fußgängerbrücke am Arnulfpark erklären. Der Preis für den Brückenschlag wird bei ziemlich genau 16 Millionen Euro liegen, so hat es das Baureferat in einer detaillierten Kostenschätzung nun errechnet. Kein gerade kleiner Betrag, der Stadt ist allerdings gewillt, das Geld auszugeben, wenn damit zwei getrennte Viertel wieder miteinander verbunden werden können.

Die voraussichtliche Bauzeit wird mit zwei Jahren beziffert. Sollte es also wie geplant Anfang 2016 mit dem Bau losgehen, wäre die Brücke Ende 2017 fertig. Vorbei wäre dann die Zeit, in der Fußgänger die Gleise nur umständlich über die Hackerbrücke oder die Donnersbergerbrücke queren konnten. Neuhausen und das Westend hätten eine neue Verbindung.

Der gemeinsame Entwurf von SSF Ingenieure und dem Architekturbüro Lang Hugger Rampp sieht eine Stahlkonstruktion und einen etwa sechs Meter breiten Steg vor, der zu den Gleisen hin auf beiden Seiten mit Glaswänden abgeschottet wird.

Die Brücke soll vom Arnulfpark auf der Neuhauser Seite rüber zur Philipp-Loewenfeld-Straße im Westend führen. Auf beiden Seiten soll ein Aufzug den Weg auf die Brücke erleichtern. In der Mittagspause schnell mal rüber zum Imbiss auf der anderen Seite, abends den Nachhauseweg über die Fußgängerbrücke abkürzen – all das wird zwischen Neuhausen und dem Westend demnächst also wohl möglich sein.

 

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