Generation Hoffnung Nach WM-Aus: Nationalmannschaft braucht neue Helden

Stars der Zukunft: Timo Werner, Julian Brandt, Leroy Sané, Leon Goretzka. Foto: sampics, firo, GES, Minkoff, R’steiner/AK

Nach dem krachenden WM-Aus braucht es in der deutschen Nationalmannschaft neue Helden, die für eine erfolgreiche Zukunft sorgen können. Die AZ erklärt, welche Jungstars dafür in Frage kommen.

Der Sommer 2009, eine Reise nach Schweden – und die Geburtsstunde der Weltmeistermannschaft von 2014: Neun Jahre ist es her, dass sich bei der U21-EM im hohen Norden jener Kern an Spielern bildete, der das deutsche Team schließlich in Brasilien auf den Gipfel führte. Manuel Neuer, Mats Hummels, Jérôme Boateng, Sami Khedira, Mesut Özil – sie alle gehörten zur Mannschaft, die in Schweden triumphierte und anschließend die Weltspitze aufmischte. Ein gewisser Thomas Müller kam etwas später dazu.

2009er-Generation hat beste Phase hinter sich

Doch die 2009er-Generation, das zeigte das krachende WM-Aus in Russland, hat ihre beste Phase hinter sich. Neue Helden müssen her – damit die DFB-Elf bei der EM 2020 und spätestens bei der WM 2022 wieder um den Titel mitspielen kann. "Deutschland hat genug Spieler in der Hinterhand, die weiterhelfen können", schreibt Lothar Matthäus in seiner Bild-Kolumne. Die jungen Wilden vom Confed Cup, die U21-Europameister von 2017 – das sei "ein guter Unterbau", so Matthäus: "Mit Blick auf die EM 2020 und die WM 2022 macht das Hoffnung." Stimmt! Joachim Löw hatte schon vor WM-Start betont, wie stark er die deutschen Jungstars einschätzt. "In vier Jahren sind Spieler wie Kimmich, Werner, Sane, Süle, Brandt und Goretzka auf dem Zenit ihres Könnens", sagte der Bundestrainer. Ob Löw noch selbst dabei helfen wird? Weiter unklar. Sicher ist: Es ist ausreichend Talent vorhanden im deutschen Fußball . Die AZ erklärt die Generation Hoffnung.

Joshua Kimmich (23): Der Bayern-Rechtsverteidiger ist mit 29 Länderspielen schon ein alter Hase unter den ganz Jungen. Bei der WM fehlte Kimmich die richtige Balance zwischen Angriff und Abwehr, er wirkte übermotiviert und überspielt nach einer anstrengenden Saison. Dennoch: Kimmich bringt die Mentalität und das Können mit, um Deutschlands Team der Zukunft anführen zu können – sogar als Kapitän.

Niklas Süle (22): Sein WM-Debüt gegen Südkorea verlief enttäuschend. Trotzdem hat Süle eine Top-Entwicklung hinter sich, bei Bayern und im DFB-Team. Gemeinsam mit Leverkusens Jonathan Tah (22) und Schalkes Thilo Kehrer (21) könnte er die Weltmeister Boateng und Hummels ablösen. Schon bei der EM 2020?

Leon Goretzka (23): Auch der Bayern-Neuzugang kam zu seiner WM-Premiere. Nun muss er sich im Luxus-Kader der Münchner behaupten – genauso wie Offensivtalent Serge Gnabry (22). Löw ist großer Goretzka-Fan. Könnte eine Säule im Mittelfeld werden.

Julian Brandt (22): Mit seiner Dynamik belebte der Leverkusener das deutsche Spiel. Warum durfte Brandt gegen Südkorea nicht von Beginn an ran? Er wird in Zukunft etablierte Kräfte wie Thomas Müller oder Julian Draxler angreifen.

Timo Werner (22): "Sorge bereitet mir bei der Spieler-Auswahl eigentlich nur die Position des Mittelstürmers", schreibt Matthäus. Leipzig-Stürmer Werner offenbarte bei der WM, dass er noch nicht in der Weltklasse angekommen ist. Doch er hat riesiges Potenzial – und die richtige Einstellung. Darf sich weiter beweisen.

Leroy Sané (22): Vor der WM wurde der Youngster von Manchester City aus dem Kader gestrichen – eine umstrittene Entscheidung. Hätte er die DFB-Elf mit seinen Dribblings wachgerüttelt? "Wir werden ab September wieder mit ihm arbeiten", sagt Löw. Sané ist ein großer Hoffnungsträger.

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