Gemälde, Möbel, Kurioses Radio-Baron Max Grundig: Erbe in München versteigert

Radio-Baron Max Grundig: Ein Auktionshaus versteigert heute seinen Nachlass. Was da so an Kuriositäten daei ist, in der Bilderstrecke... Foto: dpa/Hampel

Das Münchner Auktionshaus Hampel bietet heute den Nachlass des Radio-Barons an - und da ist allerhand Kurioses dabei. Die interessantesten Stücke.

 

München - Mit 16 Jahren bastelte er ein riesiges Radio-Empfangsgerät. Mit 33 belieferte er die Wehrmacht mit Radios. Mit 38 erfand er den Radio-Bausatz „Heinzelmann“ – und war mit 44 der größte Hersteller von Radios und Tonbandgeräten der Welt.

Mit seiner Leidenschaft für Radio machte Max Grundig Millionen. Sein Geld steckte der Multimillionär aus Fürth wiederum in Luxushotels, Villen, in sein Schlossgut bei Lenggries – und in Kunst, Antiquitäten oder Krimskrams.

Das wird heute in München versteigert. Die Erben des 1989 verstorbenen Radio-Moguls wollen die Stücke aus dem Schlossgut Hohenburg bei Lenggries und der „Villa Grundig“ in Fürth verkaufen, sagt der Geschäftsführer des Auktionshauses Hampel, Vitus Graupner.

Heute ab 10 Uhr versteigert er rund 350 Stücke aus dem Nachlass Grundigs: Gemälde, Teppiche, Möbel und Deko-Artikel wie Silberbecher, Keramik oder gar Schwerter. Für die einen sind das Kostbarkeiten, für die anderen Grundigs Gerümpel.

„Kunterbunt“ nennt Graupner die Sammlung, für die es „viele Interessenten“ gebe. Grundig habe „durch die Bank“ gesammelt. Viele seien Stücke, „die ihm einfach gefallen haben“. Selbst den Stich von Dürer („Die Beschneidung Christi“) würde sich nicht jeder an die Wand hängen.

Das meiste gibt’s schon ab dem halben Schätzpreis – als Kaufanreiz.

 

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