Geld Ölmultis geben Gas

Eine von den günstigeren Tankstellen: Mr. Wash in München Foto: Gregor Feindt

Spätestens an der Zapfsäule merktman’s: Die Reisesaison hat begonnen

 

Sie kommt so sicher wie das Amen in der Kirche: die neue Preisrunde an der Zapfsäule. Da können die Konzerne den Zusammenhang leugnen wie sie wollen. Pünktlich, wenn Papa und Mama den letzten Kubikzentimeter der Familienkutsche beladen haben, wenn’s losgehen soll in den Urlaub, dann werden die großen Zahlen an den Tankstellen „angepasst“. Und die generelle Richtung ist immer dieselbe – nach oben.

„Seit einigen Tagen sind die Spritpreise total überhöht“, sagt Andreas Hölzel vom ADAC, „die Mineralölkonzerne versuchen, einfach Kasse zu machen“.

Was nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage einleuchtend klingt, wird von den Konzernen halbherzig bestritten. Die Preise würden „am Spotmarkt in Rotterdam“ gemacht, die Preisanpassungen würden „stets“ an den Kunden weitergegeben, also auch nach unten. Tatsächlich könnten heute zu Wochenbeginn die Preise wieder leicht sinken. Aber sicher ist: Spätestens am Gründonnerstag gehen die Preise wieder rauf. Bundesweit kostet Benzin derzeit 1,43 Euro je Liter, Diesel 1,21 Euro. Preiswerter als in Deutschland ist das Tanken in Österreich, Polen, Italien oder Tschechien. Gleich teuer oder sogar teurer als bei uns ist’s in Frankreich oder Dänemark.mm

 

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