Gelato World Tour Eine Kugel Käsekuchen in der Waffel, bitte!

Viel mehr als gefrorene Milch mit Früchten: Speiseeishersteller lassen wahre Kunstwerke entstehen. Foto: Ulli Scharrer

Bei der "Gelato World Tour" messen sich Eismeister darin, die liebste Sommersüßigkeit der Welt neu zu erfinden. Klassiker wie Schoko und Erdbeere sucht man hier vergeblich. Schmecken tut’s trotzdem.

Straubing - Sie sehen aus wie Kunstwerke, bunt und frisch, verziert mit Früchten, Soßen, Schokolade und – Gorgonzola? Ja, tatsächlich. Denn die 24 Eiskreationen beim deutschen Vorentscheid der "Gelato World Tour", der Weltmeisterschaft des Speiseeises, sind alles andere als gewöhnlich.

Im niederbayerischen Straubing hat der Schleckermaul-Wettbewerb am Mittwochabend stattgefunden. Verkostet und für mehr als gut in Geschmack, Präsentation und Struktur befunden wurden die Sorten mit klangvollen Namen wie "Bombay Dream" und "Creme Napulè".

Spinat, Grünkohl oder doch lieber Gorgonzola?

In der Jury naschten Starkoch Ludwig Maurer, Brotsommelier und "Bayerns bester Bäcker" Markus Steinleitner und Véronique Witzigmann, Tochter von Jahrhundertkoch Eckart und bekannt für ihre feinen Chutneys und Marmeladen. Sie war begeistert von der Kreativität der Eismacher, verriet sie der AZ.

Gewonnen hat zwar ein Klassiker, Pistazieneis von Daniel Madalena aus Forchheim. Doch geschmacklich interessant waren die anderen Sorten allemal. Da gab es "Green Smoothie"-Eis aus Spinat, Bananen, Mangos, Minze und Grünkohl – mit einem Hauch Ingwer.

Oder den "Bombay Dream" aus Basmatireis mit Kokos, Rosenwasser, Anis und schwarzen Pfefferkörnern, die ihr Aroma auf der Zunge entfalten, wenn der Rest längst weggeschmolzen ist. Auch Gorgonzolaeis mit Himbeeren schmeckt wunderbar und wer den Kuchen lieber in Kugelform mag, sollte einmal Cheesecake mit Frischkäse, Zitrone und Biskuitboden-Stückerln probieren. Das Weltfinale der Tour findet übrigens im September in, na klar, Italien statt.

 

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